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MV aktuell „Jugend im Landtag“: Schüler legen Forderungen vor
Nachrichten MV aktuell „Jugend im Landtag“: Schüler legen Forderungen vor
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18:47 02.10.2018
Schwein: Das Schweriner Schloss, Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: Markus Scholz/dpa/Archiv
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Schwerin

Schüler in Mecklenburg-Vorpommern wünschen sich barrierefreie Schulgebäude, kleinere Klassen und zeitgemäße Lehrpläne. Diese Grundforderungen erhoben am Dienstag in Schwerin Teilnehmer der Aktion „Jugend im Landtag“ bei der Vorstellung ihres Abschlussberichts.

In der Vorwoche hatten knapp 80 Jugendliche unter dem Motto „Wir bringen Chaos in die Ordnung“ im Schloss mit Angeordneten diskutiert und in mehreren Workshops ihre Visionen für eine bessere Bildung, ein friedliches Europa und eine lebenswerte Heimat entwickelt.

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Meinungsaustausch und Perspektivwechsel

Johannes Beykirch vom Landesjugendring, der gemeinsam mit dem Landtag die regelmäßigen Begegnungen von Schülern und Politikern organisiert, zeigte sich überzeugt, dass der Meinungsaustausch und Perspektivwechsel politische Entscheidungen beeinflussen kann.

„Junge Leute sehen ihre Möglichkeiten mitzugestalten, und bei den Abgeordneten gibt es auch eine Interesse am Austausch. Der Landtag ist offen für Jugendliche und ihre Fragen“, sagte Beykirch, bedauerte aber, dass sich noch immer viele Schulen und Lehrbetriebe damit schwer täten, Freistellungen dafür zu erteilen. Rasmus Rutsch, einer der beteiligten Schüler, verwies auf die geplante Volksbefragung zum Wahlalter mit 16 im Land, die auf Forderungen der Jugend zurückgehe.

Landtagsvizepräsidentin wirbt um Geduld

Landtagsvizepräsidentin Mignon Schwenke bescheinigte den jungen Leuten, dass sie ihre Anliegen mutig und selbstbewusst vorgetragen hätten, warb aber um Geduld, wenn Änderungen langwierige Gesetzgebungsprozesse durchlaufen müssten. „Es gibt viel abzuwägen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Und Wünsche sind selten eins zu eins umsetzbar“, sagte sie. Doch bringe die Begegnung mit jungen Leuten Abgeordnete dazu, Dinge zu hinterfragen und über neue Wege nachzudenken.

Sie selbst als Abgeordnete der Linken nehme aus den Gesprächen mit, dass ihr Einsatz für eine bessere Anbindung ländlicher Regionen an den öffentlichen Nahverkehr berechtigt und richtig sei. „Wir erwarten von jungen Leuten heute grenzenlose Mobilität. Dann müssen wir aber auch die Voraussetzungen dafür schaffen“, sagte Schwenke.

Kritik an Netzanbindung von Schulen

Charlotte Marquardt-Schulze, die in einem Dorf in Nordwestmecklenburg lebt, aber in Schwerin zur Schule geht, beklagte zum Teil gravierende Unterschiede in Angeboten und Ausstattung von Schulen. „Eine Realschule auf dem Dorf hat nicht die Möglichkeiten wie ein Gymnasium in der Stadt“, sagte sie. Doch müssten die Lernbedingungen für alle Schüler gleich sein, unabhängig von Schulart und Ort. Kritik wurde im Abschlussbericht erneut auch laut an der vielfach unzureichenden Netzanbindung von Schulen, veralteter Computertechnik und oft fehlender Medienkompetenz der Lehrer.

dpa/RND

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