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MV aktuell Kaum Gewässerbelastung durch Kläranlagen
Nachrichten MV aktuell Kaum Gewässerbelastung durch Kläranlagen
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00:05 06.07.2017
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Schwerin

Die Einleitungen aus Kläranlagen tragen in Mecklenburg-Vorpommern kaum noch zur Gewässerbelastung bei. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht über die kommunale Abwasserbeseitigung im Land hervor, der gestern vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie veröffentlicht wurde. Um die Gewässerqualität weiter zu verbessern, müssten jetzt vor allem die Nährstoffeinträge aus diffusen Quellen wie der Landwirtschaft reduziert werden, heißt es darin. Am „Big Jump“, dem Europäischen Flussbadetag am 9. Juli, sollen europaweit Aktionen auf Erfolge und Probleme beim Schutz der Gewässer hinweisen, teilte das Umweltministerium mit. Mecklenburg-Vorpommern beteilige sich mit einer Veranstaltung in Stolpe an der Peene. Die nach den Worten von Umweltminister Till Backhaus (SPD) hervorragende Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sei an erster Stelle den Kommunen und öffentlichen Körperschaften zu verdanken, sagte er. In den Ausbau der öffentlichen Kläranlagen und Kanalnetzen wurden von 1991 bis 2015 rund 2,5 Milliarden Euro investiert. 900 Millionen davon hätten Land, Bund und EU beigesteuert.

Die Nachklärbecken der damals für 24,3 Millionen D-Mark teuren Kläranlage in Bad Doberan, die 1997 in Betrieb ging. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Nur 8,7 Prozent der Kläranlagen – 47 von 586 – reinigen das Gros der Abwässer, nämlich 84 Prozent. Etwa zehn Prozent der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns haben laut Bericht keinen Zugang zu öffentlichen Kläranlagen. Sie betreiben Kleinkläranlagen oder Abwassersammelgruben.

OZ

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