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MV aktuell Keine Einigung zwischen Unikliniken und Verdi in MV: Warnstreiks möglich
Nachrichten MV aktuell Keine Einigung zwischen Unikliniken und Verdi in MV: Warnstreiks möglich
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13:40 18.04.2019
In den Tarifverhandlungen zwischen den Universitätskliniken Rostock und Greifswald und der Gewerkschaft Verdi gibt es auch in der dritten Runde keine Einigung. Im Bild: das Uniklinikum in Greifswald (Archivfoto) Quelle: Unimedizin Greifswald
Greifswald/Rostock

In den Tarifverhandlungen zwischen den Universitätskliniken Rostock und Greifswald und der Gewerkschaft Verdi gibt es auch in der dritten Runde keine Einigung. Vor der nächsten Runde am am 23. Mai sind nach Angaben der Gewerkschaft Warnstreiks nicht ausgeschlossen. „Wir werden den Druck erhöhen“, sagt Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Hooke. „Wir überlegen noch, in welcher Form das geschehen soll – die Möglichkeiten gehen von Flugblättern bis hin zum Warnstreik.“

Hooke bezeichnete das Angebot der Arbeitgeber als nicht ausreichend. „Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite waren Entgelterhöhungen von 3,01 Prozent ab 1. Juni 2019, gleichzeitig würde aber Eigenleistung der Beschäftigten an der betrieblichen Altersvorsorge um 2,25 Prozent steigen, was zu einer effektiven Steigerung von 0,76 Prozent führen würde“, rechnet der Verdi Ver-handlungsführer Wolfgang Hooke vor. „Dies ist dann nahezu eine Null-runde für die Beschäftigten in 2019, das ist absolut inakzeptabel. Eine Krankenschwester mit etwa 3 000 Euro brutto hätte demnach rund 23 Euro brutto monatlich mehr.“

Schwierige Verhandlungen schon 2015

Die Arbeitgeber hatten angeboten, Eckpunkte des bundesweiten Flächentarifvertrages der Landesbediensteten zu übernehmen. Dieser war am 17. April auf Bundesebene beschlossen worden. Die Entgelte der Landesbeschäftigten werden nach diesem Vertrag rückwirkend zum 1. Januar 2019 um 3,2 Prozent erhöht. 2020 steht eine weitere Erhöhung der Tarife um weitere 3,2 Prozent , sowie zum 1. Januar 2021 um 1,4 Prozent an. 

Somit würden Löhne in West und Ost angeglichen, teilte der Pressesprecher der Universitätsmedizin Greifswald, Christian Arns, mit. „Zudem sind die beiden Häuser bereit, ihren gemeinsam rund 6000 Bediensteten eine höhere Jahressonderzahlung zu gewähren“, so Arns weiter „Diese hatte die Gewerkschaft gefordert und mit der Bedingung verknüpft, dass sie in voller Höhe nur an Gewerkschaftsmitglieder gezahlt wird.“ An der Universitätsmedizin Greifswald rechne man nicht mit Streiks. „Die bundesweite Einigung für die Länder wurde ja nach Warnstreiks erzielt, beide Seiten (Verdi und TdL) haben den Kompromiss danach deutlich gelobt“, sagte Arns.

Bereits im Jahr 2015 hatte es schwierige Verhandlungen zwischen den Universitätskliniken und der Gewerkschaft gegeben, damals war es zu Warnstreiks gekommen.

Das war der Warnstreik 2015:

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Anne Ziebarth

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