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MV aktuell Kinder in MV von Armut besonders betroffen
Nachrichten MV aktuell Kinder in MV von Armut besonders betroffen
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11:27 05.11.2019
Kinderarmut (Symbolbild) Quelle: dpa
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Berlin, Schwerin

Berlin, Schwerin (epd). Bund, Länder und Kommunen müssen nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ihren Kampf gegen Kinderarmut deutlich effektiver führen. Die Gefährdungsquoten zeigten, „dass die Armut unter Kindern in allen Bundesländern teilweise wesentlich höher ist als die Armut unter Erwachsenen“, teilte die Organisation am Montag in Berlin mit. Das Problem bedürfe einer eigenständigen Lösung, forderte Präsident Thomas Krüger: „Die Armut in Deutschland hat an vielen Stellen ein Kindergesicht.“

Armutsquoten im bundesweiten Vergleich

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Armutsgefährdung der Kinder und Jugendlichen höher als im Bundesdurchschnitt. Mit einer Quote von 27,7 Prozent in 2018 belegt MV unter den 16 Bundesländern Rang 2 hinter Bremen mit 35,8 Prozent. Verglichen mit 2008 ist die Quote aber um 6,8 Prozentpunkte deutlich zurückgegangen, der bundesweit höchste Rückgang. Bei Erwachsenen beträgt die Quote der Armutsgefährdung 19,7 Prozent - im bundesweiten Vergleich ein schlechter Wert. Auch hier wird MV nur noch von Bremen (20,2 Prozent) übertroffen. Verglichen mit 2008 ist die Armutsgefährdung der Erwachsenen allerdings um 2,8 Prozentpunkte zurückgegangen. Das ist der höchste Rückgang unter den Bundesländern.

Nach den Worten Krügers zeigt sich bei den Armutsquoten der zurückliegenden zehn Jahre ein differenziertes Bild: Während in der einen Hälfte der Bundesländer die Kinderarmut stärker als die der Erwachsenen gestiegen ist, hat sich in der anderen Hälfte die Kinderarmutsquote besser als die der Erwachsenen entwickelt.

Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen

Krüger verwies auf deutliche regionale Unterschiede: So beträgt die Differenz zwischen Kindern und Erwachsenen in Bayern lediglich 1,5 Prozentpunkte (Armutsgefährdungsquote 2018: Kinder und Jugendliche 12,9 Prozent, Erwachsene 11,4 Prozent), in Baden-Württemberg 3,3 Prozentpunkte und im Saarland 5,1 Prozentpunkte. In Bremen hingegen beträgt die Differenz 15,6 Prozentpunkte, in Sachsen-Anhalt 9,1 Prozentpunkte und in Mecklenburg-Vorpommern 8,0 Prozentpunkte.

In 8 von 16 Bundesländern habe sich die Armutsgefährdungsquote bei Kindern seit dem Jahr 2008 positiver entwickelt als die der Erwachsenen. Besonders gute Werte haben hier Mecklenburg-Vorpommern mit einer positiven Differenz von 4,0 Prozentpunkten (Armutsgefährdungsquote 2018 zu 2008: Kinder und Jugendliche minus 6,8 Prozentpunkte, Erwachsene minus 2,8 Prozentpunkte), Sachsen-Anhalt mit 3,7 Prozentpunkten und Thüringen mit 2,9 Prozentpunkten.

Der Kampf gegen die Kinderarmut

Das kürzlich in Kraft getretene „Starke-Familien-Gesetz“ und die Änderungen beim Bildungs- und Teilhabepaket seien wichtige Schritte im Kampf gegen Kinderarmut, denen nun möglichst zügig eine Kindergrundsicherung folgen müsse, sagte Krüger. „Die Förderung armer Kinder und ihrer Familien sowie unbürokratische Zugänge zu armutsvermeidenden Leistungen gehören auf der Prioritätenliste ganz nach oben.“

Krüger rief die Bundesregierung auf, den Vorschlag der Familienministerkonferenz zur Einrichtung von Familienservicezentren aufzugreifen, in denen Familien qualifiziert beraten werden und möglichst auch Leistungen beantragen können.

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Von bas