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MV aktuell Kita-Gebühren in MV: Koalition legt für Eltern 6,2 Millionen drauf
Nachrichten MV aktuell Kita-Gebühren in MV: Koalition legt für Eltern 6,2 Millionen drauf
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17:45 11.12.2018
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat eine Elternentlastung für Geschwisterkinder ab 2019 versprochen. Da Kosten steigen, legen SPD und CDU noch einmal 6,2 Millionen Euro nach. Quelle: Anja Levin
Schwerin

SPD und CDU ziehen für die Entlastung von Eltern bei Kitakosten ab 2019 ein Ass aus dem Ärmel: Da viele Kita-Träger aufgrund steigender Personalkosten die Preise anziehen, teilweise um zehn bis 30 Prozent, würde der Wegfall der Gebühren für Geschwisterkinder in großen Teilen aufgefressen. Ein entsprechender OZ-Bericht sorgte für viel Aufregung. Das will die Koalition jetzt abfedern: 6,2 Millionen Euro kommen noch einmal oben drauf, damit Eltern entlastet werden, teilte die Koalition am Dienstag mit.

Das Geld stammt aus dem Strategiefonds von SPD und CDU, quasi eine Reserve für Notfälle. „Damit dämpfen wir den Gebührenanstieg für die Eltern und steigern gleichzeitig die Qualität in den Einrichtungen“, so SPD-Fraktionschef Thomas Krüger.

Linke: Beispiel für die Planlosigkeit der Landesregierung

Die Linke reagiert prompt: „Die Feuerwehraktion ist ein erneutes Beispiel für die Planlosigkeit der Landesregierung auch im Kita-Bereich“, so Jacqueline Bernhardt. Ihre Fraktion fordere seit langem mehr Landesgeld für Kitas.

Ab Kind zwei in Krippe, Kindergarten und Hort müssen Eltern von Januar an in ganz MV keine Gebühren mehr bezahlen. Das Land springt ein. Dies gelte für alle leiblichen, adoptierten oder Pflegekinder, heißt es aus dem Sozialministerium. In Summe 21 000 Kinder. Ausgenommen von der Entlastung seien Kinder aus Patchwork-Familien, also verschiedener Eltern. Begründung: Dies seien im rechtlichen Sinne keine Geschwister. Ab 2020 ist völlige Beitragsfreiheit geplant.

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