Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Das Leben der Knef – ein Erlebnis in Liedern und Texten
Nachrichten MV aktuell Das Leben der Knef – ein Erlebnis in Liedern und Texten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:01 22.04.2019
Auf der Bühne der Kleinen Komödie Warnemünde: Petra Gorr und Christian Kuzio.  Quelle: Dorit Gätjen/VTR
Rostock

Ein Abend für die Knef: Der Liederabend „Rote Rosen und Skandale“ widmet sich dem Leben der Sängerin und Schauspielerin. Denn Hildegard Knef (1915-2002) hat deutliche Spuren in der deutschen Popkultur hinterlassen, das wird in diesem Programm deutlich. Zu diesem Zweck kommen hier Petra Gorr (für Gesang und Moderation) und Christian Kuzio (für die musikalische Begleitung) zusammen. Petra Gorr verkörpert die Knef mit Liedern und Original-Zitaten, geht aber gleich wieder kommentierend auf Distanz, eine am Anfang etwas irritierende Doppelrolle.

Der Abend ist ein Wechselspiel aus Texten und Liedern, das nicht nur das künstlerische Werk von Hildegard Knef beleuchtet, sondern auch ihr Privatleben. Und das hat einiges zu bieten: Vom Karrierebeginn kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Tod als gefeierte Künstlerin gab es viele Höhen und Tiefen, sowohl beruflicher als auch privater Natur. Das begann mit der berühmten Nacktszene im Film „Die Sünderin“ (1951), dann kamen große Erfolge als Sängerin, die Medikamentenabhängigkeit, auch drei Ehen. Vieles war damals ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse. In allem hatte Hildegard Knef nicht immer ein glückliches Händchen, sie verlor viel Geld an Finanzberater und andere Windhunde, die Künstlerin blieb dabei aber immer eine willens- und durchsetzungsstarke Persönlichkeit. Und sie stand zu ihren Irrtümern.

„Für mich soll’s rote Rosen regnen“

Knefs Rolle in der deutschen Unterhaltungskunst als starke Frau – manchmal wohl auch als veritable Drama Queen – gibt heute einiges an Anekdoten her, auch an Liedern: „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, „Eins und eins, das macht zwei“ oder „Ich möchte am Montag mal Sonntag haben“, das sind nur einige der Stücke, mit denen Hildegard Knef Teil des deutsches Kulturguts geworden ist. In diesem Abend (Einrichtung: Anna Langhoff, künstlerische Mitarbeit: Paul Soldan) fand das von Petra Gorr servierte Programm in einer sparsamen Instrumentierung statt – Christian Kuzio spielte Gitarre, bediente auch das Schlagwerk. Zuweilen war er auch der kommentierende Gegenpart der Sängerin.

Dabei war auch ein bisschen Heldenverehrung in Spiel, wie sie allenthalben mit den Ikonen der Unterhaltungsindustrie betrieben wird. Aber in der Biografie von Hildegard Knef wird auch ein bisschen die jüngere deutsche Geschichte miterzählt, die wirtschaftlich schwierige Nachkriegszeit, die muffigen Fünfziger und der wichtige Wertewandel in den Sechzigern. Und bei alledem war, auch das schimmert durch, Hildegard Knef eine mutige Frau, die sich viel von dem erkämpft hat, das heute alltäglich ist. Zitat: „Man muss an das glauben, was man tut – und ab und zu etwas aufmüpfig sein.“

Weitere Vorstellungen„Rote Rosen und Skandale“ am 25. und 26. April jeweils um 20 Uhr in der Kleinen Komödie Warnemünde

Thorsten Czarkowski

Der Pkw eines 23-Jährigen ist am Montag auf der Autobahn 11 nahe Pasewalk ausgebrannt.

22.04.2019

Bei den beiden jüngsten Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern wurde die AfD jeweils zweitstärkste Kraft. Nun will sie auch bei den Kommunalwahlen punkten und sich als „neue Volkspartei“ etablieren. Die Schweriner Regierungsparteien versuchen dagegenzuhalten.

23.04.2019

Andreas Schorlemmer hat die Notfallseelsorge in Mecklenburg-Vorpommern mit aufgebaut, betreute jahrelang Polizisten, Helfer und Hinterbliebene bei schweren Unglücken und war über Jahrzehnte Gemeindepastor in Groß Kiesow. Am 23. April feiert er seinen 70. Geburtstag.

22.04.2019