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MV aktuell Krise bewältigt? Restrukturierung von Lila Bäcker geht voran
Nachrichten MV aktuell Krise bewältigt? Restrukturierung von Lila Bäcker geht voran
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15:36 20.10.2019
„Umsatz stabil“: Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens geht die Restrukturierung des Bäckerei-Unternehmens Lila Bäcker voran. Quelle: dpa
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Pasewalk

Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens Mitte August geht die Restrukturierung des Bäckerei-Unternehmens Lila Bäcker mit Sitz im vorpommerschen Pasewalk voran. „Der Umsatz der letzten Monate hat sich stabilisiert und liegt leicht über der Prognose“, sagte die Sprecherin der Geschäftsführung, Viola Kaluza.

Restrukturierung nach Insolvenz

Das Mecklenburger Unternehmen mit aktuell 2180 Mitarbeitern und 270 Filialen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wird künftig von drei Geschäftsführern geleitet: Neben Kaluza sind Marc Grimminger für den Vertrieb und die Produktion und der Ingenieur und Betriebswirt René Verdcheval für das Kundengeschäft zuständig. Verdcheval sei für die Geschäftsführung der neu gegründeten „UHB Logistik GmbH“ in Gägelow bei Wismar verantwortlich. Dort sind die Transportdienstleistungen innerhalb der Gruppe gebündelt. „Als Restrukturierungsfachmann mit langjähriger Erfahrung und als Geschäftsführer im Umfeld von Großbäckereien wird uns René Verdcheval wichtige Impulse geben können“, erklärte Kaluza.

Neue Struktur wird umgesetzt

„Der Lila Bäcker setzt gegenwärtig die Maßnahmen zügig um, die wir im September angekündigt haben“, betonte Kaluza. Dazu gehöre die neue Struktur der „Unser Heimatbäcker Gruppe“ mit drei Gesellschaften: Die „Unser Heimatbäcker GmbH“ für die Produktion von Brot und Brötchen in Pasewalk sowie die Filialen, die neu gegründete „Mäkelbörger KuchenManfaktur GmbH“ in Neubrandenburg für Kuchen von Großkunden und die Filialen sowie die „UHB Logistik GmbH“ in Gägelow.

Gelöste Stimmung in den Geschäften

„Mit den Großvermietern der Filialen konnten wir neue Verträge unterzeichnen“, ergänzte Kaluza. Mittlerweile seien auch fast alle Filialen wieder ganztags geöffnet und die Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft liefen auf Hochtouren. Nach Überwindung der schweren Krise sei die Stimmung ihrer Beobachtung nach in den Geschäften gelöst, da sich die Mitarbeiter sicherer fühlten.

Hintergrund: Die Bäckereikette Lila Bäcker, in Mecklenburg-Vorpommern gegründet und später nach Süden expandiert, schrieb seit Jahren rote Zahlen. Vor der Pleite gab es 400 Verkaufsstellen in MV, Berlin und Brandenburg. Ende Januar 2019 – damals noch mit etwa 2500 Mitarbeitern – war das Unternehmen nicht mehr zahlungsfähig und meldete Insolvenz an. Im August hatten die Gläubiger dem Verzicht auf 70 Millionen Euro zugestimmt, um den Weg frei zu machen für einen Neustart.

Einst 400 Filialen in MV, Berlin und Brandenburg

Mittlerweile wehe ein neuer Wind, heißt es im Unternehmen. Mitarbeiter dürften wieder mehr mitentscheiden, Verkäufer würden etwa zu Produktverkostungen eingeladen. Zwei Gläubigerbanken, die schwedische SEB und die niederländische NIBC, hatten Lila Bäcker über eine Treuhandkonstruktion übernommen. Das Geld der Banken und eine Landesbürgschaft über acht Millionen Euro sollen den Neustart ermöglichen.

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