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Kultur Kloster Rühn wird immer schöner
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00:01 18.12.2017
Der Altar (1578) in Rühn ist das bedeutendste Werk des niederländischen Hofmalers Cornelius Krommeny.
Rühn

. Die seit Jahren dauernden Restaurierungsarbeiten im Kloster Rühn bei Bützow (Landkreis Rostock) haben in den vergangenen Monaten deutliche Fortschritte gemacht. Sie sind an der Außenfassade und auch im Innern des Klosters zu bemerken, sagte David Pilgrim vom Klosterverein. Jüngst wurden die Putzarbeiten am Südflügel abgeschlossen.

Restaurierung macht Fortschritte / Ein Fünftel der Anlage ist saniert / Klosterverein setzt auf Nachhaltigkeit

Die im Mai neu eröffnete Klosterschänke und der Klosterladen könnten dank einer modernen Pellet-Heizung gut und ökologisch gewärmt werden. „Dazu waren Fördermittel und mehrere Tausend Euro Eigenmittel nötig.“ Das fast 800 Jahre alte Gebäudeensemble war 2008 vom Klosterverein Rühn gekauft worden. Ziel des Vereins sei es, mit der hauptsächlich ehrenamtlichen Arbeit die Anlage zu erhalten.

Mit der Wiederanlage des Teiches im Klosterpark musste allerdings ein wichtiges Projekt zunächst verschoben werden. Hintergrund seien die mit rund 3000 Euro sehr teuren Bodenuntersuchungen. „Der Fischteich muss noch warten“, sagte Pilgrim. Insgesamt wurden in den vergangenen zehn Jahren knapp eine Million Euro investiert, davon waren rund zwei Drittel Fördermittel und Gelder von verschiedenen Stiftungen. Pilgrim schätzte rund 20 Prozent der Anlage als restauriert ein.

Das im Jahr 1232 vom Schweriner Bischof Brunward gegründete Kloster hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Die Ordenszugehörigkeit gilt als nicht gesichert, viele Quellen bezeichnen es als Zisterzienserinnenkloster, andere ordnen es den Benediktinerinnen zu.

Nach der Reformation wurde es in ein evangelisches Jungfrauenkloster umgewandelt. 1756 endete das klösterliche Leben. In die Gebäude zog das herzogliche Amt Bützow-Rühn ein. Nach der Nutzung als Erholungsheim, Restaurant oder durch den Reichsarbeitsdienst diente es nach dem Zweiten Weltkrieg erst als Waisenhaus, dann zu Unterbringung für Flüchtlingsfamilien.

Von 1950 bis 1991 war das Kloster Jugendwerkhof. Danach standen die Gebäude jahrelang leer. 2005 übernahm zunächst eine Ölmühle das Kloster, die aber schon im Jahr darauf in Insolvenz ging. Dann nahm sich der Klosterverein des historischen Ensembles an.

Klösterliches MV

48 Klöster wurden im Laufe der Jahrhunderte auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Zahlreiche Mönchs- und Nonnenorden waren vertreten. Alleine 13 Klöster betrieben die Zisterzienser und Zisterzienserinnen. Der Zisterzienserorden, dessen Mitglieder ein Leben des Gebets, der Lesung und der Arbeit führen wollen, entstand durch Reformen aus der Tradition des Ordens der Benediktiner. Das Mutterkloster war das Kloster Cîteaux (früher Cistercium) im französischen Burgund, das auch Namensgeber des Ordens war.

Joachim Mangler

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