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MV aktuell Kunstscheune Barnstorf: Begegnung mit Werken vieler Künstler
Nachrichten MV aktuell Kunstscheune Barnstorf: Begegnung mit Werken vieler Künstler
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05:00 23.04.2019
Galeristin Riekje Eymael in der Barnstorfer Kunstscheune vor Arbeiten des Malers und Grafikers Malte Brekenfeld. Quelle: Werner Geske
Barnstorf

„Wir haben mit Absicht den Holzschnitt ,Blauer Tag‘ von Vera Schwelgin als Motiv auf der Einladung zu unserer traditionellen Osterausstellung gewählt“, sagt Riekje Eymael, Galeristin in der Barnstorfer Kunstscheune. Diese Wahl ist nicht allein der Tatsache geschuldet ist, dass die Berliner Malerin dem Hause Eymael schon lange freundschaftlich verbunden ist. Besonders fiel ins Gewicht, dass die Künstlerin in ihren in der Galerie gezeigten Arbeiten das Thema „Verbundenheit mit Mensch und Meer“ wählte. Das Meer steht im Werk der empfindsamen Malerin stellvertretend für das Leben, die Sehnsüchte und Träume. Wer sich auf solche Empfindungen einlassen möchte, für den ist die bis zum 28. April täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnete Ausstellung unbedingt zu empfehlen. Zumal nicht nur Vera Schwelgin mit ihren Arbeiten an das Verhältnis des Menschen zum Meer im Besonderen und zur Natur im Allgemeinen anknüpft.

Galeristen-Ehepaar öffnet Anwesen seit 1985

Dem Galeristen-Ehepaar Gabriele und Peter Eymael, das sein Anwesen der Kunst und ihren Freunden schon seit 1985 öffnet, gelang es erneut, einen illustren Kreis von Künstlern für die Ausstellung zu gewinnen. Der Rundgang durch die große Diele des ehemaligen Bauernhauses beginnt bei Ölbildern des in Neuruppin lebenden Malers Matthias Zagon-Hohlstein. In ihnen nimmt er Bezug auf die ägyptische Mythologie oder setzt sich mit Umweltthemen auseinander. Der Dresdener Maler Henri Deparade stellt erstmals in der Kunstscheune aus. Seine Ölbilder „Hiddensee-Landschaft“ und „Heide auf Hiddensee“ fangen die Landschaft des Söten Lännekens atmosphärisch stark ein.

Newcomer in Barnstorf ist ebenfalls der Berliner Bildhauer Marcus Flierl. Seine Bronze „Sitzende“, deren Patina er mit chemischen Substanzen bearbeitete, erscheint dem Betrachter wie aus Granit geschlagen. Ein Verfahren, das der Künstler während eines USA-Aufenthaltes kennenlernte. Eine echte Entdeckung sind auch die abstrakten Tuschezeichnungen des in Berlin lebenden Ukrainers Ryn Shaparenko. Er widmet sich in seinen Arbeiten „dem Studium der Linie an sich“. Es ist der Versuch, sich mit Tusche und Feder der Perfektion auf der Bildfläche zu nähern.

Neben diesen Neulingen sind es auch bekannte Mecklenburger Künstler, die den Gästen im Haus unterm Reetdach begegnen. Darunter der Maler Malte Brekenfeld, der eine seiner Arbeiten sprachlich durchaus kreativ mit dem Titel „Moosbällchenbrennerbarbe“ versah. Nicht nur eine Herausforderung für die Zunge, sondern auch für das Auge, das in Formen und Farben schwelgen kann und zudem Vergnügen daran hat, die versteckten Botschaften zu entschlüsseln. Gleiches gilt auch für sein Werk „Meerkatze“, in dem er Bezug auf das österliche Motiv des letzten Abendmahles nimmt.

Raritäten von Jo Jastram stehen zum Verkauf

Kunstfreunde haben auch die Chance, besondere Raritäten, wie verschiedene Bronzen des 2011 verstorbenen Bildhauers Jo Jastram zu erwerben. Im vielfältigen Angebot an Keramik finden sich auch besondere Stücke des Ehepaares Astrid und Gerd Lucke, darunter eine große Schale, die der Künstler Günther Rechn humorvoll mit streitenden Hähnen bemalte. Eine Arbeit, von der Sabine Günther, langjährige Mitgestalterin der Ausstellungen in der Kunstscheune, überzeugt ist, dass sie „bestimmt schnell ihren Liebhaber finden wird“. Das möchte sie auch auf den Schmuck, den Simone Mönch oder Wolfgang Schlüter und Andrea Fielitz gestalteten, bezogen wissen. „Auf jeden Fall“, so betont Galerieinhaberin Gabriele Eymael, „bietet die Ausstellung erneut die Möglichkeit, einer Vielzahl von Künstlern und ihren Werken zu begegnen.“ Eine Chance, die sich Claudia Reichenbach aus der Nähe von Lüneburg nicht entgehen lassen wollte. Sie schaute den Galeristinnen schon bei der Ausstellungsvorbereitung mal kurz über die Schulter und versprach: „Ich werde auf jeden Fall wiederkommen, um die Vielzahl der Kunstwerke in aller Ruhe auf mich wirken zu lassen.“

Werner Geske

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