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MV aktuell Kurzarbeit auf der Peene-Werft: Wandern jetzt die Beschäftigten ab?
Nachrichten MV aktuell Kurzarbeit auf der Peene-Werft: Wandern jetzt die Beschäftigten ab?
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14:00 09.11.2018
Die Patrouillenboote für Saudi-Arabien werden vorerst nicht weitergebaut. Quelle: Tilo Wallrodt
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Wolgast

Die Gewerkschaft IG Metall fordert attraktive Kurzarbeiter-Regelungen für die Wolgaster Peene-Werft, um ein Abwandern der Beschäftigten zu anderen Werften zu verhindern. „Lürssen könnte etwa einen Zuschlag auf das Kurzarbeitergeld zahlen“, sagte der IG-Metall-Bevollmächtigte für die Region, Guido Fröschke, am Freitag der OZ. Ledige erhalten bei Kurzarbeit 60 Prozent ihres Nettolohnes, Verheiratete 67 Prozent. Wie viel Aufstockung die IG Metall in den Verhandlungen mit Lürssen fordern wird, wollte Fröschke vorher nicht sagen. Die Werft hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass wegen des Lieferstopps für Patrouillenboote nach Saudi-Arabien Kurzarbeit für einen Großteil der rund 300 Wolgaster Schiffbauer eingeführt werden soll.

Mit dem Land und der Arbeitsagentur will die Gewerkschaft über Qualifizierungsmaßnahmen während der Kurzarbeit verhandeln. Damit könnten die Mitarbeiter darauf vorbereitet werden, statt der noch 20 ausstehenden Patrouillenboote andere Produkte zu fertigen. Auch den Bereichen Kommunikation oder Arbeitsorganisation könnten Fortbildungen angeboten werden, so Fröschke.

Die Peene-Werft gehört zur Lürssen-Gruppe. Der andere große Werftenverbund in Mecklenburg-Vorpommern, die MV Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund, sucht händeringend nach Mitarbeitern. Etwa 2700 sind es derzeit, rund 400 sollen noch angestellt werden. „Ich habe auch schon von einigen Kollegen gehört, dass sie darüber nachdenken, zu wechseln“, sagte Fröschke. Höhere Löhne können dafür nicht der Grund sein: Bei Lürssen gilt ein Haustarif, der an den Flächentarif angelehnt ist. Und eigentlich wollen die Kollegen auch gar nicht weg aus Wolgast, betont Fröschke: „Es ist im Interesse des Betriebes und auch der Mitarbeiter, dass sie am Ort bleiben können.“

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