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MV aktuell Läufer des OZ-Teams mit Bestzeiten: So lief die Hella-Marathonnacht in Rostock
Nachrichten MV aktuell Läufer des OZ-Teams mit Bestzeiten: So lief die Hella-Marathonnacht in Rostock
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11:30 04.08.2019
Teilnehmer der beiden OZ-Marathon-Staffeln Quelle: Juliane Schultz
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Rostock

Nervosität, Freude, Erschöpfung, Motivation – nicht nur sportlich, sondern auch emotional war die Hella-Marathonnacht für die Teilnehmer des Projektes „Los! Laufen!“ eine Herausforderung.

Zwei Teams und ein Einzelstarter gingen am Samstagabend auf der Marathon-Distanz an den Start. Während Oliver Dünow die knapp 42 Kilometer allein in Angriff nahm, teilten sich Team „Los! Laufen!“ und Team „Abo-Turbo“ die Strecke in Etappen auf.

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Los ging es um 18 Uhr. Oliver Dünow trat den langen Kurs vom Neuen Markt Richtung Warnow-Tunnel an. Die Startläufer der Staffeln starteten zur selben Zeit getrennt vom restlichen Team am Kröpeliner Tör. Die ersten Läufer jeder Staffel mussten eine Ausgleichstrecke bis zum Neuen Markt absolvieren, um dann am Wechselpunkt mit der regulären 3,1 Kilometer langen Runde zu beginnen.

Der Bericht vom Hella-Marathon: Rostock im Lauffieber: So war die Hella-Marathon-Nacht

Und hier wurde es kurz aufregend, denn schon nach wenigen Minuten hätte es für Team „Abo-Turbo“ mit dem sportlichen Abend vorbei sein können: Am Wechselpunkt wartete bereits Sabine Schmidt auf OZ-Redakteur Alexander Müller. Vollgepumpt mit Adrenalin sah sie ihren Teamkollegen im Sprint kommen und griff nach dem Staffelstab – doch Müller zog an ihr vorbei. Erst jetzt begann nämlich die erste volle Etappe. Hätte er bereits nach der Ausgleichstrecke den Stab übergeben, wäre das Rennen für das gesamte Team vorbei gewesen.

Sabine Schmidt will eine Runde zu früh den Staffelstab von Alexander Müller übernehmen Quelle: Juliane Schultz

Aus 13 Etappen bestand die Marathon-Strecke. Je nach Trainingsstand absolvierten die Teilnehmer ein bis drei Etappen. Sabine Schmidt und Christina Feil liefen je zwei Runden durch, alle anderen machten eine Pause zwischen den Etappen. Gar nicht so leicht, da den Überblick zu behalten: Wer ist gerade auf der Strecke, wer muss an wen den Stab übergeben, wann ist der richtige Zeitpunkt, an den Wechselpunkt zu gehen?

Die Hella-Marathon-Nacht in Rostock geht in die 17. Runde. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie.

Aber es lief sogar richtig gut: Maren Marlow freute sich auf die Runde. Die 57-Jährige hatte erst Anfang des Jahres mit dem Laufen begonnen. Vorsichtig sagt sie: „Es wäre schön, wenn ich es in 30 Minuten schaffe“. Weit gefehlt: Nach weniger als 25 Minuten war die Bürokauffrau wieder im Ziel. Ihr Mann Peter empfing sie stolz: „Ich richte ihr zu Hause eine Ecke ein, in der wir Startnummern und Medaillen sammeln.“

Maren Marlow mit ihrem Mann Peter nach ihrer Etappe Quelle: Juliane Schultz

Vielleicht lag es an der Gruppendynamik, vielleicht am starken Läufer-Umfeld. Am Ende des Wettkampf-Tages konnte jeder einzelne Läufer der OZ-Teams eine Bestzeit verbuchen. Schnellste Frau war OZ-Redakteurin Simone Hamann mit 17 Minuten und 10 Sekunden. Schnellster Läufer war Matthias Ziller mit einer Zeit von 14 Minuten und 45 Sekunden. Das Team „Los! Laufen!“ schaffte die Marathon-Distanz am Ende in 4:09 Stunden und kam auf Platz 35 von 48 gemeldeten Staffeln. Das Team „Abo-Turbo“ schaffte die großartige Zeit von 3:56 Stunden und landete auf Platz 27.

Das Team „Abo-Turbo“ mit den Medaillen (Daniel Heidmann nicht im Bild) Quelle: Juliane Schultz

Nicht ganz so gut lief es am Ende für Einzelstarter Oliver Dünow. Er musste bei Kilometer 36 unter Schmerzen aufgeben. „Ich war angeschlagen und hatte schon die Woche zuvor Husten und Schnupfen“, sagt der 30-Jährige, „außerdem bin ich zu schnell losgelaufen.“ Doch zum Finale im Oktober will er, so wie alle anderen Teilnehmer des OZ-Lauf-Projektes, fit sein.

Noch elf Wochen, dann geht es über die Rügenbrücke in Stralsund. Bis dahin wird weiter fleißig trainiert.

„Los! Laufen!“

Im Januar hatte die OZ Leser aufgerufen, sich an der Aktion „Los! Laufen!“ zu beteiligen. Ziel ist es, im Laufe eines Jahres fit zu werden, um am 19. Oktober gemeinsam als OZ-Team zum Rügenbrückenlauf anzutreten. Die Teilnehmer trainieren allein oder verabreden sich in WhatsApp-Gruppen zu Lauftreffs. Hin und wieder berichten die Läufer über ihre Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erfolge.

 Das waren die Teams

„Los! Laufen!“: Alex Mutors, Caroline Franke, Maren Marlow, Simone Hamann, Hanka Hinzmann, Christine Schirrow, Thomas Dornblüth

„Abo-Turbo“: Alexander Müller, Sabine Schmidt, Christina Feil, Nicole Rebuck, Daniel Heidmann, Matthias Ziller, Katrin Hamann, Stefanie van Hemmen

Juliane Schultz

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