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MV aktuell 680 Millionen Euro für Gesundheit und soziale Belange der Menschen in MV
Nachrichten MV aktuell 680 Millionen Euro für Gesundheit und soziale Belange der Menschen in MV
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06:56 11.07.2019
Sozialministerin Stefanie Drese bei einem Besuch des Negaster Seniorenpflegezentrums am 5. Juli. Ab dem Ausbildungsjahr 2019/20 übernimmt sie 1,4 Millionen aus ihrem Etat die Kosten für die Pflegeausbildung. Quelle: Christian Rödel
Rostock

680 Millionen Euro: So viel Geld – bereitgestellt von Bund, Land und EU – hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) im Jahr 2018 für die sozialen und gesundheitlichen Belange der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ausgegeben. Die Aufgabenpalette der etwa 470 Beschäftigten ist sehr umfangreich, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) bei der Vorstellung des Lagus-Jahresberichts gestern in Rostock.

Von Beginn des Ausbildungsjahres 2019/20 an übernimmt das Land die Kosten für die Pflegeausbildung – ein Jahr vor Inkrafttreten der bundesweit einheitlichen Regelung. Die Regelung gilt auch für Pflegeschüler, die das zweite oder dritte Ausbildungsjahr beginnen. Die Mittel in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro stammten aus dem Etat des Sozialministeriums, sagt Ministerin Stefanie Drese (SPD).

13 Prozent aller Menschen in MV mit Schwerbehinderung

In MV ist im vergangenen Jahr bei etwa 49 000 Menschen eine Schwerbehinderung neu festgestellt worden. Das waren rund 1300 mehr als 2017. Damit lebten Ende 2018 etwa 216 000 Menschen mit einer Schwerbehinderung im Land. Das entspreche einer Quote an der Gesamtbevölkerung von mehr als 13 Prozent (bundesweit unter zehn Prozent). Jedoch: „MV hat eine höhere Beschäftigungsquote von Menschen mit Schwerbehinderung als im bundesweiten Vergleich“, sagt Stefanie Drese.

Kommentar zum Gesundheitsbericht MV: Top Fachkräfte mit Handicap

Im Nordosten seien es 5,2 Prozent, im Bund 4,6 Prozent. „Da ist jedoch noch Luft nach oben“, erklärt sie. Und appelliert an die Unternehmer im Land: „Viele der Schwerbehinderten sind top ausgebildete Fachkräfte.“ Leider würden etliche Firmen lieber dafür zahlen, dass sie keine Schwerbehinderten beschäftigen. Das Lagus wolle die Einstellung von schwerbehinderten Arbeitnehmern weiter finanziell fördern. 2018 wurden für die Sicherung der Beschäftigungsverhältnisse von 1013 Schwerbehinderten etwa 3,66 Millionen Euro bereitgestellt. Und für 99 Schwerbehinderte wurden neue Arbeits- und Ausbildungsplätze mit knapp 792 000 Euro gefördert.

Erregern auf der Spur

323 Paare – verheiratete und unverheiratete – in MV haben finanzielle Unterstützung für eine Kinderwunschbehandlung erhalten: 82 Paare mehr als 2017 und 92 Paare mehr als 2016. „Die Erfüllung des Kinderwunsches darf nicht an den begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Paare scheitern“, erklärt Stefanie Drese. 2018 wurden dafür fast 260 000 Euro bereitgestellt, je zur Hälfte von Land und Bund. In den nächsten beiden Jahren werden es je 288 000 Euro sein. Die Hälfte der Kosten tragen die Gesetzlichen Krankenkassen.

In puncto Erreger-Suche wird im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems „die weltweit größte und modernste gentechnische Anlage“ betrieben, betont Dr. Heiko Will, Erster Direktor des Lagus. Auf diese einmalige Forschungseinrichtung könne das Land stolz sein. Erste Untersuchungen, so etwa des Lassa-Virus, des Maul- und Klauenseuche-Virus sowie des Virus der Afrikanischen Schweinepest, seien bereits gelaufen. Und: Die Anzahl der gemeldeten Fälle von Infektionskrankheiten im Land hat sich 2018 (21 153 Fälle) im Vergleich zum Vorjahr (14 245) deutlich erhöht. Der Grund für den Anstieg sei allein eine Verdreifachung der Grippe-Erkrankungen, erklärt Will.

Bernhard Schmidtbauer

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