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MV aktuell Land gibt Bürgschaft: 2200 Arbeitsplätze bei „Lila Bäcker“ gerettet
Nachrichten MV aktuell Land gibt Bürgschaft: 2200 Arbeitsplätze bei „Lila Bäcker“ gerettet
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19:44 29.08.2019
Symbolfoto: Lila Bäcker. Quelle: Tilo Wallrodt
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Schwerin

Aufatmen bei „Lila Bäcker“: Die Landesregierung in Schwerin hat die Bürgschaft zur Rettung der insolventen Bäckerei-Kette endgültig genehmigt. Damit können alle Arbeitsplätze an den Produktionsstätten in Pasewalk und Neubrandenburg gesichert werden, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow. Es müssen auch keine weiteren Filialen schließen. Insgesamt 2200 Jobs sind damit vorerst gerettet. Die Landesregierung habe den Insolvenzplan mit Hilfe externer Fachleute geprüft und für tragfähig befunden.

„Das Bürgschaftsrisiko für das Land liegt bei acht Millionen Euro und ist damit überschaubar, insbesondere im Vergleich zu dem von den Banken getragenen Kreditvolumen“, erklärte Liskow am Donnerstag nach einer Sitzung des Finanzausschusses. Dabei informierten Regierungsvertreter die Abgeordneten über die bereits angekündigte Gewährung der Landesbürgschaft.

„Die Beschäftigten sind natürlich erleichtert“, sagte Mario Bremert, Mitarbeiter und Betriebsratsvorsitzender am Neubrandenburger „Lila-Bäcker“-Standort. Leider habe das Land die Bürgschaft nicht an konkrete Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel Tariflöhne.

Das Land stand in der Verantwortung – es habe „keine Alternative“ zur Bewilligung der Bürgschaft gegeben, erklärte Jörg Dahms, Geschäftsführer der zuständigen Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Mitte August hatte die Gläubigerversammlung der Bäckerei-Kette dem Insolvenzplan zugestimmt. Demnach soll keine weitere der noch 270 Filialen in MV, Berlin und Brandenburg geschlossen werden. Auch die Zahl der Mitarbeiter soll mit insgesamt rund 2200 stabil bleiben. Ein Bankenkredit in Höhe von zehn Millionen Euro wird zu 80 Prozent vom Land verbürgt.

Die Bäckereikette, die zunächst in MV tätig war und später nach Süden expandierte, hatte im Januar Insolvenz angemeldet, damals noch mit etwa 2500 Mitarbeitern. Seitdem wurde rund ein Drittel der zuvor 400 Filialen sowie Standorte in Gägelow bei Wismar und Dahlewitz bei Berlin aufgegeben.

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Von Thomas Luczak

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