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Land vergibt noch Geld für lokale Wende-Denkmäler in MV

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09:13 10.01.2020
Gedenk-Stele an der B105, die durch Dassow (Nordwestmecklenburg) führt: Erinnert an die einstige Staatsgrenze zwischen DDR und BRD. Quelle: Annett Meinke
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Schwerin

Der landesweite Fonds „Denkzeichen 1989“ für Erinnerungsstätten an lokale Ereignisse der Wende vor 30 Jahren ist noch gut gefüllt. Bislang haben 15 Orte die bis zu 1989 Euro Zuschuss beantragt, wie der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Alle hätten einen Zuwendungsbescheid bekommen.

Der Fonds war im Mai 2019 eingerichtet worden, 50 000 Euro wurden bereitgestellt. „Wir sind bei der Planung von 25 Orten ausgegangen“, sagte Schmidt. Das bislang nicht ausgegebene Geld stehe weiter zur Verfügung, Anträge könnten nach wie vor gestellt werden. „Ich gehe davon aus, dass, wenn das Thema 30 Jahre Deutsche Einheit in den Vordergrund rückt, noch etwas kommt“, sagte Schmidt. Es gebe kein Schlussdatum für Anträge.

Diese Erinnerungszeichen gibt es schon

Die bisher geförderten Erinnerungszeichen verteilen sich von Dömitz an der Elbe bis Anklam im Landesosten. So erinnert nach Schmidts Worten in Ueckermünde eine Stele an die erste Demonstration in der Stadt, in Crivitz eine Info-Plakette, in Röbel eine Stele und ein Naturstein.

In Grabow gebe es eine Baumpflanzung und einen Feldstein zur Erinnerung an den Wendeherbst 1989, sagte Schmidt. In Goldberg erinnere ein Relief an das erste öffentliche Friedensgebet.

Zentrales Wende-Denkmal in Waren geplant

Das Konzept „Gedächtnisort Friedliche Revolution 1989 in Mecklenburg-Vorpommern“ der Landesregierung aus dem Jahr 2018 sieht neben den dezentralen Erinnerungsorten auch die Schaffung eines zentralen Wende-Denkmals in Waren (Müritz) vor. Dort hatten die ersten Demonstrationen des Wendeherbstes im Nordosten stattgefunden.

Eine Jury hat sich im vergangenen Herbst aus zehn Entwürfen für eine begehbare Installation aus Stelen und Tafeln mit Losungen der Friedlichen Revolution entschieden, die von den Stuttgarter Künstlern Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper eingereicht worden war.

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Von dpa

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