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MV aktuell Nach NPD-Vorwürfen: Landes-AfD wirft ihren Chef Augustin raus
Nachrichten MV aktuell Nach NPD-Vorwürfen: Landes-AfD wirft ihren Chef Augustin raus
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19:19 05.07.2019
Dennis Augustin (49) ist nicht länger Mitglied der AfD. So hat es der Landesvorstand der Partei beschlossen. Quelle: CORNELIUS KETTLER
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Neubrandenburg

Paukenschlag in der AfD Mecklenburg-Vorpommerns: Per Beschluss des Landesvorstands ist Dennis Augustin (49), der bisherige Landessprecher, nicht mehr Mitglied der Partei. Grund: Augustin soll vor 30 Jahren Mitglied der „Jungen Nationalisten“ (JN), der NPD-Jugendorganisation gewesen, sein.

Anlass für den Rauswurf: Augustin tauche in Ausgaben der NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ auf. Im Impressum der beiliegenden „Jungen Deutschen Stimme“ sei der heutige AfD-Landessprecher namentlich geführt. Zudem sei ein Artikel aufgetaucht, der einen „Augustin“ als Ansprechpartner für die JN-Gruppe in Stormarn, Schleswig-Holstein, aufführt. Bei der Aufnahme in die AfD habe Augustin dies verschwiegen. „Er hat bei der Aufnahme offensichtlich falsche Angaben gemacht“, sagt AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm. Dies sei jetzt entscheidend für den Rauswurf. Der Landesverband habe selbst recherchiert „und Belege gefunden, dass Dennis Augustin wohl Mitglied in der JN und/oder der NPD gewesen ist“.

Kommentar: Der Fall Augustin: Machtkampf in der AfD wird weitergehen

Belastet wird Augustin auch über einen Artikel, der ihn 1989 Seite an Seite mit dem späteren NPD-Chef Udo Voigt zeigt. Er soll damals bei einem Kurs, der JN- und NPD-Kadern vorbehalten gewesen sei, als Bester ausgezeichnet worden sein. Kritik gab es zuletzt immer wieder an Augustin, der als zentrale Figur des völkisch-nationalistischen Flügels in der Landes-AfD gilt. So hatte er Landtagsmitglieder der AfD mit Würmern verglichen, die sich an das politische Establishment anbiederten.

Augustin hat Kritik an seiner Vergangenheit zurückgewiesen, er sprach von einer „Jugendsünde“, die ihm heute zum Nachteil ausgelegt werden solle. Er sehe sich als Opfer einer Intrige und kündigt eine Klage vor dem Landesschiedsgericht gegen die Entscheidung an. „Ich halte fest, dass es sich hier um einen von langer Hand geplanten und durchgeführten Schlag handelt, der ausschließlich der politischen Beseitigung eines missliebigen Konkurrenten zum Ziel hatte“, so Augustin.

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