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Landesamt warnt vor Gesundheitsgefahren durch Silvester-Feuerwerk

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09:15 27.12.2019
Landesamt warnt vor Gefahren bei Silvester-Feuerwerk.
Landesamt warnt vor Gefahren bei Silvester-Feuerwerk. Quelle: Inga Kjer/dpa
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Rostock

Es wird wieder bunt und laut zum Jahreswechsel. In vielen Läden steht Silvester-Feuerwerk bereit. Auch legale Pyrotechnik kann gefährlich werden, warnte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus). „Wer nicht vorsichtig ist, kann unter Umständen Verbrennungen, starke Verletzungen und irreversible Schädigungen der Augen und Ohren davontragen, die das ganze restliche Leben beeinträchtigen können“, sagte Lagus-Direktor Heiko Will. Besondere Vorsicht sei bei illegal eingeführten Knallkörpern aus Osteuropa geboten, die deutlich kräftiger explodieren als in Deutschland erhältliches Feuerwerk.

Den Angaben zufolge überprüft das Lagus seit Anfang Dezember stichprobenartig, ob Böller und Raketen sicher sind. In diesem Jahr sei auch legale Pyrotechnik aus dem Verkehr gezogen worden. Ein deutlich erhöhter Schalldruckpegel sowie eine unmittelbare Brand- und Explosionsgefahr sei festgestellt worden. Das Amt kontrolliere im Handel, ob die zurückgerufenen Produkte wirklich nicht mehr im Sortiment sind.

Tausende Menschen erlitten jährlich Gehörverletzungen durch explodierendes Feuerwerk. „Das Tückische an den Explosionsgeräuschen sind die kurzen Einwirkzeiten von etwa 25 Millisekunden“, erklärte Will. Das Geräusch werde bei einer so kurzen Einwirkzeit fälschlicherweise als nicht so belastend wahrgenommen. Wer sich schützen wolle, solle einen Gehörschutz tragen und ausreichend Sicherheitsabstand halten. Eine ausreichende Entfernung zur Pyrotechnik schütze auch gegen giftige Stoffe, die durch das Abbrennen der Feuerwerkskörper in die Luft gelangen.

Nicht überall im Nordosten dürfen an Silvester Raketen abgeschossen werden, dies gilt vor allem in Naturschutzgebieten und in der Nähe von reetgedeckten Häusern. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) rief die Bürger dazu auf, der Umwelt zuliebe möglichst auf den Kauf von Pyrotechnik zu verzichten.

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Von RND/dpa