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MV aktuell Landesmuseum für Rostock – Millionen für Pommern-Schloss?
Nachrichten MV aktuell Landesmuseum für Rostock – Millionen für Pommern-Schloss?
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00:05 01.02.2017
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Ludwigsburg/Rostock

Was verbindet die Hansestadt Rostock mit dem kleinen Ort Ludwigsburg bei Greifswald? Ab heute viel. Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) und Vincent Kokert, CDU-Fraktionschef im Schweriner Landtag, werden am Vormittag das einstige Herrenhaus der pommerschen Herzöge unter die Lupe nehmen.

Das Schloss Ludwigsburg bei Greifswald verfällt. Die CDU Vorpommern fordert Millionen für die Sanierung als Ausgleich für die Vergabe des Ärchäologischen Landesmuseums an Rostock. Quelle: Fotos: Frank Hormann/nordlicht, Cdu

Nach OZ-Informationen geht es um einen möglichen Deal: Bekommt Rostock das Landesmuseum für Archäologie, wie von Brodkorb favorisiert, fordert die CDU Kompensation im Osten des Landes. Denn auch Stralsund oder Greifswald hatten sich um das neue Landesmuseum beworben. Allein die Fakten – im Vorjahr analysiert per Gutachten der Firma MuseoConsult – sprechen klar für Rostock, wo auch der neue Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte an der Universität existiert. Dessen Inhaber, Prof. Hans-Jörg Nüsse, soll auch Museumschef werden. Geplant ist das Archäologische Landesmuseum im alten Rostocker Schifffahrtsmuseum. Geschätzte Gesamtkosten mit Anbau: 21 Millionen Euro. Dafür müsse auch Vorpommern etwas abbekommen, heißt es unter der Hand in der Landes-CDU.

Egbert Liskow, CDU-Landtagsabgeordneter aus Greifswald, setzt sich seit langem für Schloss Ludwigsburg ein. Es sei der letzte Sitz pommerscher Herzöge auf deutschem Boden gewesen – erbaut zwischen 1577 und 1592 von Herzog Ernst Ludwig von Pommern-Wolgast, heute allerdings in schlechtem Zustand. Der Sanierungsbedarf für die gesamte Anlage werde auf 25 Millionen Euro geschätzt. Einige Probleme wären im Vorfeld eines möglichen Landesengagements aus dem Weg zu räumen. So befinde sich das Schloss derzeit in Privatbesitz.

Egbert Liskow ist zuversichtlich, dass das Nutzungskonzept eines Vereins überzeugt. „Man könnte dort das Pommersche Landesarchiv unterbringen.“ Denkbar wäre auch ein Lehrstuhl für pommersche Geschichte. Für Liskow ist klar: „Es wurde viel Geld in Schlösser in Mecklenburg gesteckt, nun sollte Vorpommern dran sein.“

Brodkorb bestätigte gestern einen Termin in Ludwigsburg – einen Zusammenhang zu Rostock aber nicht. CDU-Fraktionschef Kokert sprach von einem „ganz normalen Termin, der seit langem vereinbart ist.“ Frank Pubantz

OZ

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