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MV aktuell Landrat wirft Bildungsminister Brodkorb Erpressung vor
Nachrichten MV aktuell Landrat wirft Bildungsminister Brodkorb Erpressung vor
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11:31 07.10.2015
Der Kreistag hat am Montagabend über die Zukunft des Theaters Vorpommern, hier das Haus in Stralsund, diskutiert. Quelle: Maik Bleidorn
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Stralsund

Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher (CDU) sowie Grünen-Chefin Claudia Müller haben der Landesregierung Erpressung bei dem Versuch vorgeworfen, eine Zielvereinbarung für die Zukunft des Theaters Vorpommern durchzusetzen. Dem Kreistag Vorpommern-Rügen in Stralsund bestätigten beide am Montagabend die Existenz eines Schreibens aus dem Schweriner Bildungsministerium, in dem Druck auf die Gesellschafter des Theaters – das sind der Landkreis sowie die Hansestädte Stralsund und Greifswald – ausgeübt wird. Darin kündigt das Ministerium an, den im Oktober fälligen Landeszuschuss um zehn Prozent zu kürzen – es sei denn der Zielvereinbarung wird zugestimmt. Es wird eine Frist bis zum 31. Oktober gesetzt. „Wenn das nicht Erpressung ist...“ sagte Landrat Drescher.

Trotz dieser Entwicklung stimmte der Kreistag gestern für den Abschluss einer Zielvereinbarung mit dem Land. Darin wird die Finanzierung des Theaters für die nächsten beiden Jahre abgesichert. Voraussichtlich 2018 sollen dann das Theater Vorpommern und die Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz zum „Staatstheater Nordost“ fusionieren. Für die Mehrheit der Abgeordneten war dieser Weg wohl das kleinere Übel. Denn wird der Vertrag nicht unterzeichnet, will das Kultusministerium die jährlichen Zuschüsse des Landes für das Theater Vorpommern um mehr als eine halbe Million Euro senken.

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Alexander Müller