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MV aktuell Mela eröffnet: Schwesig wirbt für regionale Produkte
Nachrichten MV aktuell Mela eröffnet: Schwesig wirbt für regionale Produkte
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21:15 12.09.2019
Bewirtung von der Ministerpräsidentin: Manuela Schwesig servierte Besuchern zur Eröffnung der MeLa Hähnchenkeulen. Quelle: Ove Arscholl
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Mühlengeez

Tiere, leckeres Essen, Wettbewerbe, Landmaschinen und jede Menge buntes Programm – darauf können sich die Besucher der MeLa in Mühlengeez (Landkreis Rostock) freuen. Die am Donnerstag eröffnete Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung präsentiert noch bis Sonntag Lebensmittel aus regionaler Herstellung für genussfreudige Verbraucher und innovative Technologien für Landwirte. 1000 Aussteller sind in diesem Jahr dabei, 1200 Tiere vom Rassegeflügel bis zum Fleischrind können bestaunt werden.

Schwesig: Besser beim Fleischer um die Ecke kaufen

„Bitte schauen Sie, dass Sie Lebensmittel aus der Region kaufen“, appellierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vor ihrem Eröffnungsrundgang. Sie sei überzeugt, dass die Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern gut sind. Es sei besser beim Bäcker und Fleischer um die Ecke zu kaufen, statt den Schinken bei Amazon zu bestellen. Sie sei überzeugt, dass die Produkte aus MV von hoher Qualität sind. Die habe natürlich ihren Preis. Deshalb seien EU-Subventionen wichtig, weil sie helfen, dass Lebensmittel bezahlbar bleiben.

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Die Leistungsschau hat sich laut Schwesig zur größten Fachausstellung für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau entwickelt. Wie in den Vorjahren rechnen die Veranstalter wieder mit rund 70 000 Besucher an den vier Tagen. Besonders beliebt war in der Vergangenheit die Kinder-MeLa. Auch hier machte die Regierungschefin am Donnerstag einen Abstecher und ging Quizfragen mit den Mädchen und Jungen durch. Es war ihr erster öffentlicher Auftritt, nachdem sie am Dienstag ihre Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht hatte. Viele Besucher begrüßten sie etwas herzlicher als sonst. Schwesig desinfizierte sich häufig die Hände, den Besuch der Tierhallen sagte sie in diesem Jahr ab. Im Kochstudio von Sternekoch Ronny Siewert aus Heiligendamm band sie sich die Schürze um und servierte Hähnchenkeule mit Rotkohlcreme.

Klicken Sie hier für weitere Bilder von der 29. Landwirtschaftsmesse in Mühlengeez.

Bessere Ernte als in den Vorjahren

Die Stimmung in der Landwirtschaft hat laut Agrarminister Till Backhaus (SPD) zufolge in diesem Jahr aufgehellt. Mit 78 Dezitonnen Getreide und knapp 37 Dezitonnen Raps pro Hektar seien die Landwirte relativ zufrieden. Im Vergleich zu den Vorjahren hätten die landesweit rund 5000 Betriebe zum Teil sogar eine hervorragende Ernte eingefahren. In einem Podiumsgespräch appellierte Backhaus für mehr Wertschätzung für das tägliche Essen. Viele Menschen hätten den Bezug zum Ursprung der Lebensmittel „und damit auch zu ihrem Wert verloren“.

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Der Präsident des Landesbauernverbands, Detlef Kurreck, erinnerte daran, dass die Verbraucher von den vergangenen drei schlechten Ernten nichts gemerkt hätten. „Die Lebensmittelpreise sind relativ stabil“, sagte er. Auch seien die Lebensmittel sicher wie nie. „Dennoch sind die Verbraucher der Landwirtschaft gegenüber skeptisch“, monierte er. Technologie werde für die Bauern immer wichtiger. Das zeigt sich auch Rahmenprogramm für das Fachpublikum. Es gibt unter anderem Vorträge über Drohnen für Landwirte, Fördermöglichkeiten, Weiterbildung sowie Speichersysteme für Wärme und Strom. Wichtige Themen, die viele Gespräche und Podiumsdiskussionen bestimmen dürften, sind die neue Düngeverordnung sowie die Diskussion über faire Fleischpreise und Haltungsmethoden.

Greenpeace prangert Tierquälerei an

Pünktlich zur Mela kritisiert Greenpeace Tierquälerei bei der Schweine-Haltung. Wegen „tierschutzwidriger Haltung von Muttersauen“ in Käfigen zeigte die Organisation drei Betriebe in MV an. Die Tiere wurden demnach in zu kleine Kastenständen gesperrt, Fotos bewiesen das. Einige Tiere hätten Wunden. Die drei Betriebe befinden sich in Ludwigslust-Parchim. Ein Schweinehalter in Tessenow erfuhr nach eigenen Angaben erst durch den Anruf der OZ von den Vorwürfen. Er wollte sich zunächst nicht äußern. Die Landwirte in Dobin am See und Sukow waren nicht erreichbar.

Von Birgit Sander und Gerald Kleine Wördemann

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