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MV aktuell Lehrer-Streik an Schulen in MV: Eltern sind verunsichert
Nachrichten MV aktuell Lehrer-Streik an Schulen in MV: Eltern sind verunsichert
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20:00 25.02.2019
Lehrerstreik 2017 in Schwerin. Am Mittwoch rufen Gewerkschaften erneut alle angestellten Beschäftigten des Landes zum Streik auf. Quelle: dpa
Schwerin/Rostock

Verunsicherung herrscht bei Eltern wegen des Streiks im öffentlichen Dienst am Mittwoch. Nicht überall ist offenbar klar, ob Kinder betreut werden. Gewerkschaften ruft rund 28 000 Beschäftigte in MV zur Arbeitsniederlegung auf. Betroffen sind öffentliche Schulen, Universitäten, Ministerien, Straßenmeistereien, Polizei, Justiz und Berufsfeuerwehr.

Rund 10 000 Lehrer hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen, für bessere Bezahlung zu streiken. „Uns bleibt keine andere Wahl, als den Druck zu erhöhen“, sagt Landesvorsitzende Annett Lindner. Die Streikenden fordern sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro monatlich.

„Kinder mögen besser zu Hause bleiben“

Die Betreuung der Kinder soll an Grund- und Förderschulen abgesichert sein – so haben es GEW und Bildungsministerium vereinbart. Dies sei gewährleistet über verbeamtete Lehrer oder notfalls GEW-Mitglieder, so Ministerin Birgit Hesse (SPD).

Dennoch berichten Eltern von Unklarheiten. Einige Schulen hätten Briefe verschickt; Hinweis: Kinder mögen besser zu Hause bleiben. An diversen Regionalen Schulen und Gymnasium sei mit Stundenausfall zu rechnen – je nachdem, ob Lehrer streiken oder nicht. GEW und Ministerium erklären: Sie könnten die Streik-Teilnahme nicht abschätzen. „Wir dürfen nicht fragen, wer streikt“, betont ein Ministeriumssprecher.

Beamtenbund MV verweist auf gute Haushaltslage

Andere Gewerkschaften ziehen beim Streik mit. Etwa 600 Polizisten seien Tarifbeschäftigte, so Christian Schumacher, Gewerkschaft der Polizei. Das betreffe zum Beispiel Forensiker oder IT-Experten. 15 000 Ansprechpartner hat Verdi im Visier. „Wir rufen alle auf, egal ob sie in der Gewerkschaft sind oder nicht“, sagt Diana Markiwitz. Auch Beamte sollen den Streik unterstützen, obwohl sie nicht streiken dürfen. MV habe eine gute Haushaltslage, daher sei es nicht hinnehmbar, dass es bis 2021 zu keinem neuen Tarifabschluss kommt, sagt Dietmar Knecht, Beamtenbund MV.

Die Gewerkschaften rufen am Streiktag ab 12 Uhr zur Demo durch die Schweriner Innenstadt bis vor die Staatskanzlei. Auch 65 von 750 Mitarbeitern in Haftanstalten könnten streiken. Die Sicherheit sei aber beeinträchtigt, heißt es aus dem Justizministerium. Denn dafür würden nur Beamte eingesetzt.

Frank Pubantz

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