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MV aktuell Lerche, Drossel, Star: Die ersten Sänger sind schon da
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00:00 01.03.2013
Der Star ist nicht nur ein ge�bter S�nger. Er kann andere V�gel auch perfekt nachahmen. Quelle: Frank Hecker
Rostock

Vor allem die Feldlerche wird sich in den kommenden Tagen lautstark Gehör verschaffen. „Wir erwarten zum Wochenende einen regelrechten Masseneinflug“, sagt Klaus Dieter Feige, Vorsitzender der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern. „Die Vögel stehen in den Startlöchern und ziehen mit der Mildwelle. Sie halten sich nicht an feste Zeitpläne, sondern fliegen nach der Witterung. Sie sind Opportunisten.“ Zunächst werden die Feldlerchen mit dem Nestbau beschäftigt sein, doch schon in den kommenden Tagen stimmen die Männchen ihren charakteristischen Triller-Gesang an. „Sie wollen ihr Revier verteidigen. das geht am besten, indem man lautstark singt“, erklärt Feige.

Auch ein Durchzügler kehrt jetzt ins Land zurück: „Kiebitze werden in großen Trupps durchziehen“, sagt Feige. Gold- und Rohrammer werden von den Ornithologen ebenso erwartet wie Mistel- und Singdrossel. Auch Rotkehlchen und Star stimmen die ersten Lieder an. Sogar die ersten Weißstörche sind bereits im Land. Reine Insektenfresser allerdings wie etwa Kuckuck, Mauersegler und Pirol können jetzt noch nicht in unseren Gefilden überleben. „Sie kommen Anfang April“, sagt Feige.

Während viele Vögel noch in ihren Winterquartieren auf den Abflug gen Nordosten warten, sorgen die ersten Vogelarten hierzulande schon für Nachwuchs. Kolkrabe und Seeadler haben bereits mit dem Brüten begonnen.

Auch Kraniche gehören zu den Zugvögeln, doch immer mehr von ihnen verbringen auch den Winter an der Ostsee-Küste. Der Klima-Wandel macht es möglich. Noch bis vor ein paar Jahren überwinterten Kraniche am Mittelmeer. „Mittlerweile bleiben sie schon in Holland hängen oder gleich ganz bei uns“, sagt Feige. Die Vögel sparen sich einen risikoreichen Langstreckenflug und sichern sich die besten Brutreviere. Dafür nehmen sie selbst karge Kost in Kauf. „Für Sex und Nachwuchs riskieren sie ihr Leben“, so Feige.

Für Gartenvögel ist der Tisch hingegen reich gedeckt. Vom Meisenknödel bis zum Obst-Kleie-Mix — zwischen Beeten und Balkonen finden Fink und Co. ein vielfältiges Angebot. Bis Mitte März empfiehlt Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann, Vögel zu füttern — nicht etwa weil sie es nötig hätten. Es bringe dem Menschen die Natur näher. Wer Vögel in seinen Garten locken möchte, dem rät er, auf Naturbelassenheit zu setzen.

Während frech-fröhliches Getschirpe die Ankunft der ersten Heimkehrer verkündigt, verlässt ein spezieller Gast das Land. Der Seidenschwanz kommt nur selten nach MV. In diesem Winter aber habe es eine kleine Invasion gegeben, sagt Lachmann. Jetzt ziehen die Vögel weiter gen Taiga. Der gefiederte Nachschub aber, der ist schon im Anflug.

Weite Flüge
10 000 Kilometer können Zugvögel auf ihrem Flug in südliche Gefilde zurücklegen. Weil sie wegen Minustemperaturen und Schnee bei uns im Winter weder Samen noch Insekten finden, machen sie sich auf die Reise in ihre Winterquartiere. Viele Vogelarten fliegen nach klar abgegrenzten Routen. Diese orientieren sich an geografischen Landmarken oder folgen Bergen und Flüssen. Manche Vogelarten fliegen in Schwärmen, andere bilden keilförmige Flugformationen.

Zu den Zugvögeln gehören Storch, Kuckuck, Mauersegler, Rauchschwalbe Singdrossel und Nachtigall. Der einsamste Zugvogel ist der Kuckuck. Er macht sich ganz allein auf den Flug in sein Winterquartier.

Die längste Strecke legt die Küstenseeschwalbe zurück — bis zu 20 000 Kilometer.

• Vogelgalerie unter

www.ostsee-zeitung.de

Antje Bernstein und Jens Wojaczyk

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