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MV aktuell Linke beklagen Missstände bei Haltung von Zuchtsauen Fraktion im Landtag will Antrag für mehr Tierschutz einbringen und fordert bundesweite Regelungen
Nachrichten MV aktuell Linke beklagen Missstände bei Haltung von Zuchtsauen Fraktion im Landtag will Antrag für mehr Tierschutz einbringen und fordert bundesweite Regelungen
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00:00 28.08.2017
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. Zuchtsauen sind nach den Worten des agrarpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Wolfgang Weiß, arme Schweine. Sie würden üblicherweise in Kastenständen gehalten und seien rund 80 Prozent ihres Lebens eingesperrt. „Dieser Missstand, dieses Leid der Tiere, muss endlich beseitigt werden“, sagte er.

. Zuchtsauen sind nach den Worten des agrarpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Wolfgang Weiß, arme Schweine.

Wolfgang Weiß, agrarpolitischer Sprecher der Linksfraktion

Auf der ersten Sitzung nach der Sommerpause Ende September will die Linke einen Antrag für mehr Tierschutz in der Sauenhaltung in den Landtag einbringen. Die Landesregierung soll aufgefordert werden, bundesweite und am besten europaweite Regelungen anzustoßen, aus dieser Haltungsform auszusteigen. Dies müsse so rasch wie möglich erfolgen, sagte der Linkspolitiker.

Die Ferkelproduzenten müssten beim Ausstieg durch ein gesondertes Förderprogramm unterstützt werden. Eine Förderung von Stallneubauten oder -umbauten, in denen weiterhin Kastenstandshaltung betrieben wird, sollte es nicht mehr geben.

In Ferkelproduktionsbetrieben werden Sauen Wolfgang Weiß zufolge üblicherweise in Kastenständen gehalten – was nach der Tierschutz- Nutztierhaltungsverordnung zulässig ist. Allerdings seien die Kastenstände in fast allen Betrieben zu klein.

Sie müssten so breit sein, dass sich die Tiere mit ausgestreckten Beinen seitlich hinlegen können oder zumindest die Beine in die beiden benachbarten leeren Kastenstände durchstecken können. Das hatte das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt 2015 entschieden. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte das Urteil. Es existiere dabei kein Ermessensspielraum für die zuständigen Behörden, die Regelung gelte für jedes einzelne Tier.  

Weiß erklärte: „Die Sauenhaltung in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern muss schnellstmöglich wieder rechtskonform erfolgen. Die betroffenen Tierhalter brauchen schnell klare rechtliche Vorgaben, die den Tierschutz, die Tiergesundheit und die Ökonomie berücksichtigen und Planungssicherheit schaffen.“

OZ

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