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MV aktuell Linke besorgt über Lehrermangel
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00:00 29.12.2015
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Schwerin

. Mecklenburg-Vorpommern braucht in den kommenden Jahren Tausende neue Lehrer. Bis 2030 geht die Hälfte der Lehrkräfte in den Ruhestand. Die Linksfraktion im Landtag befürchtet allerdings, dass die Arbeitsbedingungen so unattraktiv sind, dass nicht genügend Lehrer in MV arbeiten wollen. Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, sagte gestern, das Bildungsministerium plane offenbar keine Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. So seien für die Lehrer keine Erleichterungen geplant, etwa durch Altersteilzeitmodelle oder eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung, kritisierte sie. Nach ihrer Ansicht ist es nötig, die Unterrichtsverpflichtung zu verringern, um die Gesundheit der Lehrkräfte zu erhalten.

Das Bildungsministerium bezeichnete die Befürchtungen als Panikmache. Prognosen ließen sich höchstens einige Jahre im Voraus erstellen, da die Schülerzahl der Zukunft nicht bekannt ist, sagte ein Sprecher. Die größten Probleme sieht Oldenburg für die Regionalen Schulen. „Die 7000 Lehrkräfte, die in den kommenden 15 Jahren in die verdiente Rente gehen, reißen hauptsächlich eine Lücke in die Unterrichtsversorgung an Regionalen Schulen, denn das Gros von ihnen arbeitet an dieser Schulart“, sagte sie. Besonders große Lücken klafften in den naturwissenschaftlichen Fächern — allein für sie müssten 700 Lehrer gefunden werden. Die gleiche Anzahl werde in absehbarer Zeit für die Fächer Deutsch und Englisch gebraucht.  Auch an den beruflichen Schulen, vor allem im Bereich der Gesundheits- und Altenpflege, ist der Lehrerbedarf Oldenburg zufolge akut. Dort werde bereits in den nächsten fünf Jahren ein Drittel der Lehrer ausscheiden.



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