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00:00 16.02.2016
Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) Quelle: C. Kettler
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Schwerin

Bezahlung nach Tarif, Teilnahme an Messen und gute Übernahmechancen — damit wirbt das Schlosshotel Klink (Mecklenburgische Seenplatte) um Azubis. „Es ist schwer, Nachwuchsköche oder Hotel- und Restaurantfachkräfte zu finden“, sagt Mitarbeiterin Severine Knaup und erklärt: „Viele wollen nicht arbeiten, während ihre Freunde feiern gehen.“

Ausbildungsplätze

11 863 Lehrstellen standen im Ausbildungsjahr 2014/2015 zur Verfügung, 1481 blieben unbesetzt. 386 Bewerber blieben ohne Ausbildungsplatz.

Der Azubi-Mangel ist mit 179 unbesetzten Stellen bei den Köchen am größten, gefolgt vom Restaurantfach (164) und Hotelfach (122).

Weitere Informationen:

• Internet:

www.durchstarten-in-mv.de

So wie dem Hotel geht es vielen Betrieben im Land. Laut Bundesagentur für Arbeit blieben im Ausbildungsjahr 2014/2015 insgesamt 1481 Stellen unbesetzt, ein Jahr zuvor waren es 1251. „Für junge Menschen sind die Perspektiven auf eine betriebliche Ausbildung in der Heimat gestiegen. Vier unbesetzte Stellen kommen auf einen unversorgten Bewerber“, sagt Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Um Schulabgänger und Unternehmen zusammenzubringen, hat das Ministerium 2009 in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern die Kampagne „Durchstarten in MV“ ins Leben gerufen. Interessierte können sich auf der zugehörigen Internetplattform vorstellen. „Der Azubi-Atlas ist das Herz der Kampagne. Hier sind derzeit 1355 Unternehmen in 307 Berufen zu finden“, erklärt Ministeriumssprecher Gunnar Bauer. „Jugendliche erhalten die Möglichkeit, gezielt in der Wunschregion nach Ausbildungen oder Praktika zu suchen.“ Zudem könne man auf der Seite Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner erhalten.

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Ergänzend dazu läuft im Februar die „Early-Bird“-Aktion. Unternehmen können sich aktuell nicht nur als Ausbildungsbetrieb eintragen, sondern ihre derzeit verfügbaren Lehrstellen präsentieren, auf die sich Jugendliche über ein Formular melden können. „Jetzt beginnt die intensive Phase, sich um eine Ausbildung zu kümmern. Wir wollen Jugendliche und Unternehmen mit Angeboten unterstützen“, sagt Glawe. Die Aktion wird gut genutzt: Seit Start der „Early-Bird-Aktion“ seien mehr als 200 Bewerbungsformulare eingegangen.

Die Bundesagentur für Arbeit begrüßt die Kampagne: „Man muss MV nicht verlassen, um beruflich erfolgreich zu sein. Eltern sollten ihre Kinder ermutigen, die Chancen im Land zu nutzen“, sagt Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord. „Nicht immer werden die Vorteile einer Ausbildung gesehen. Man kann auch mit einer Lehre Karriere machen.“

Auch das Schlosshotel Klink hat sich registriert. „Jugendliche suchen meist online“, begründet Severine Knaup. Tatsächlich: Im Bereich Hotel- und Restaurantfach seien bereits Bewerbungen eingegangen.



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