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MV aktuell Warum die Wahlen am Sonntag so wichtig sind
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05:00 25.05.2019
In MV wird am Sonntag gewählt. (Symbolfoto) Quelle: Robert Michael / dpa
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Rostock

Große Spannung vor dem Megawahlsonntag in Mecklenburg-Vorpommern: 1,32 Millionen Menschen entscheiden über die Zusammensetzung des Europaparlaments. 50 000 Wahlberechtigte mehr sind es bei der Wahl der Stadt- und Gemeindevertretungen sowie der Kreistage. Hier dürfen auch die 16- und 17-Jährigen wählen.

Die Rostocker entscheiden, wer in das Büro des Oberbürgermeisters der größten Stadt des Landes einzieht. Der parteilose Amtsinhaber Roland Methling tritt aus Altersgründen nicht mehr an. Um seine Nachfolge bewerben sich eine Frau und acht Männer. Wer das Rennen macht, ist offen. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Eine Stichwahl in drei Wochen ist wahrscheinlich.

Wie stark wird die AfD?

Bei den Kommunalwahlen richten sich die Blicke insbesondere auf das Abschneiden der AfD und der CDU. Die Union stellt unter anderem in den Kreistagen von Vorpommern Rügen (41,1 %), Kreis Rostock (41,5 %), Vorpommern-Greifswald (34,6 %) und Nordwestmecklenburg (28,6 %) die stärksten Fraktionen. Auch in der Stralsunder (33,4 %) und der Greifswalder Bürgerschaft (25,3 %) lag die Union vor fünf Jahren deutlich vorn.

Sollte die AfD stark wachsen und die Union im größeren Umfang Einbußen hinnehmen müssen, kann das die Mehrheitsverhältnisse in den kommunalen Vertretungen kräftig durcheinanderwirbeln. In Vorpommern hofft die AfD auf deutliche Zugewinne. In Wolgast (Vorpommern Greifswald) will sie mit 25 Prozent der Stimmen in die Stadtvertretung einziehen. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald kam die AfD bei der Bundestagswahl 2017 auf 28,6 Prozent, mehr als in allen anderen Landkreisen.

Weiterer Einbruch der SPD droht

Auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die sich stark im Kommunalwahlkampf engagierte, wird gebannt auf die Zahlen blicken. Vor fünf Jahren stürzte die SPD auf landesweit 18,9 Prozent ab. Ein weiterer Einbruch ist möglich.

Trotzdem gibt sie sich zuversichtlich und wirbt dafür, zur Wahl zu gehen. „Das stärkt unsere Städte und Gemeinden und ein solidarisches Europa“, so Schwesig. Auch Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ruft auf, zur Wahl zu gehen. Das stärke die Kontrollfunktion der Wähler gegenüber der Politik.

Wie wichtig die Europawahl für Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland ist, betont Altbundespräsident Joachim Gauck bei einem Besuch der OSTSEE-ZEITUNG. „Ich möchte alle Menschen, die den Segen eines vereinigten Europas erkannt haben, auffordern, zur Wahl zu gehen und Parteien zu wählen, die sich klar zu Europa bekennen“, sagte er in seinem ersten großen Zeitungsinterview nach seiner Amtszeit. Der aus Rostock stammende Altbundespräsident rät, die Geschwindigkeit, in der Europa wächst, zu drosseln.

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