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MV aktuell Nach Rücktritt: Das wird der Nachfolger von Minister Mathias Brodkorb
Nachrichten MV aktuell Nach Rücktritt: Das wird der Nachfolger von Minister Mathias Brodkorb
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17:47 29.04.2019
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig präsentiert mit Reinhard Meyer nur wenige Stunden nach dem Rücktritt von Mathias Brodkorb (re., alle SPD) einen neuen Finanzminister. Quelle: Sebastian Kahnert (dpa), Bettina Albrod, Cornelius Kettler
Schwerin

Reinhard Meyer (59) wird neuer Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig benannte den bisherigen Leiter der Schweriner Staatskanzlei am Montag als Nachfolger für Mathias Brodkorb (alle SPD) – nur wenige Stunden nach dessen Rücktritt. Mit Meyer verbinde sie ein „sehr enges Arbeits- und Vertrauensverhältnis“, sagte Schwesig. Brodkorb hatte seinen Rücktritt mit fehlendem Vertrauen zwischen ihm und der Regierungschefin begründet.

Kurzzeit-Staatssekretär wechselt in Staatskanzlei

Meyers Job in der Staatskanzlei übernimmt Heiko Geue. Der 53-Jährige war erst Ende März als Staatssekretär ins Finanzministerium gekommen. Diese Personalentscheidung hatte Schwesig gegen den Willen von Brodkorb durchgesetzt, was nach Einschätzung von Beobachtern mit zu dessen freiwilligem Abgang vom Montag beigetragen haben dürfte.

Schwesig dankte dem scheidenden Finanzminister. Der „Kurs der soliden Finanzpolitik“ sei „ganz maßgeblich das Verdienst von Mathias Brodkorb“.

Storch Heinar, Kaffee mit Kuchen und Urlaub in Stellshagen: Mathias Brodkorb (SPD) im Porträt.

Politik-Profi mit viel Erfahrung

Der neue Finanz-Chef Meyer ist ein erfahrener Politik-Profi und enger Vertrauter Schwesigs. Der gebürtige Bonner kam 1991 als Referent zur SPD-Landtagsfraktion. Er war seitdem auf zahlreichen Leitungspositionen tätig, unter als Staatssekretär im Wirtschafts- und als Abteilungsleiter im Finanzministerium. Von 2012 bis 2017 arbeitete Meyer als Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, nach einem Regierungswechsel in Kiel kam er zurück nach MV.

Neuer Staatskanzlei-Chef mit Karriere-Knicks

SPD-Politiker Geue, den künftigen Chef-Koordinator der Regierungsarbeit, kennt Schwesig aus ihrer Zeit als Bundesfamilienministerin. Er sei „ein kluger Kopf“, habe Erfahrungen auf Landesebene gemacht und sei „auf Bundesebene gut vernetzt“. Nun warte eine wichtige Aufgabe auf ihn. Geues Karriere der in verschiedenen Bundesministerien und als Finanzstaatssekretär in Sachsen-Anhalt tätig war, verlief nicht nur geradlinig.

2013 wurde ihm vorgeworfen, sich im Zusammenhang mit einer Beurlaubung als Wahlkampfleiter für Peer Steinbrück zu Beamten-Versorgungsansprüche erworben zu haben, weil er sich für diesen Partei-Job aus dem Staatsdienst beurlauben ließ. Geue wurde daraufhin den einstweiligen Ruhestand versetzt. Im gleichen Jahr wurde ihm vorgeworfen, seinen Dienstwagen unrechtmäßig privat genutzt zu haben. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

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