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MV aktuell Mecklenburg-Vorpommern will Freiwillige Feuerwehren besser ausstatten
Nachrichten MV aktuell Mecklenburg-Vorpommern will Freiwillige Feuerwehren besser ausstatten
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14:59 26.11.2019
Ein Feuerwehrauto der Bundeswehr spritzt Löschwasser in ein abgebranntes Waldstück mit Glutnestern bei Lübtheen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Mit 50 Millionen Euro will das Land die Freiwilligen Feuerwehren besser ausstatten und dafür die Beschaffung neuer Einsatzfahrzeuge zentral organisieren. Dabei sollen unter anderem elf waldbrandgeeignete Tanklöschfahrzeuge vom Typ Brandenburg angeschafft werden, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag sagte.

Das Land beteilige sich an deren Finanzierung mit 80 Prozent. Außerdem sei die Anschaffung kleinerer Löschfahrzeuge geplant, die das Land je nach finanzieller Ausstattung der Kommunen mit 70 bis 90 Prozent unterstütze.

Umsetzung bis 2024

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) unterstrich die zunehmende Bedeutung der Feuerwehren angesichts des Klimawandels. „Insbesondere der große Waldbrand in Lübtheen hat uns allen vor Augen geführt, wie wichtig der Einsatz der Feuerwehr ist“, sagte Schwesig. Ende Juni waren Waldflächen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) in Brand geraten. Das Feuer gilt als der bisher größte Waldbrand in der Geschichte des Landes. Vier Ortschaften mit insgesamt 650 Einwohnern wurden vorsorglich evakuiert. Am 8. Juli kam die Entwarnung.

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Umgesetzt werden sollen die gemeinsam vom Landesfeuerwehrverband, den Landkreisen und dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz geplanten Maßnahmen im Zeitraum von 2020 bis 2024. Caffier: „Wir gehen davon aus, dadurch den Brandschutz in der Fläche stärken zu können“, betonte er. Insbesondere sollten auch Einsatzfahrzeuge noch aus DDR-Zeiten abgelöst werden. Mindestens 15 Jahre alt müssten die zu ersetzenden Fahrzeuge sein.

Ein erneutes Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hält die Region in Atem.

Schwesig: „Wichtige Nachricht“ für Feuerwehrleute

Schwesig nannte es eine „wichtige Nachricht“ für die 25.000 Frauen und Männer, die bei ihren Einsätzen für die Freiwilligen Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zeit, ihre eigene Gesundheit und ihr Leben opferten. Außerdem seien die Feuerwehren gerade im ländlichen Raum Ankerpunkte. „Sie machen mehr als nur Brand löschen und sind auch oft für das gesellschaftliche Leben vor Ort verantwortlich“.

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Von dpa/RND