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MV aktuell Medienberichte: Verdächtige waren früher bei der Bundeswehr
Nachrichten MV aktuell Medienberichte: Verdächtige waren früher bei der Bundeswehr
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14:40 25.06.2019
SEK-Soldaten im Einsatz (Symbolfoto) Quelle: Tilo Wallrodt
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Schwerin

Im Polizeiskandal um möglicherweise beiseitegeschaffte Dienstmunition und Kontakte in die extreme „Prepper“-Szene gerät die Bundeswehr in den Blick der Ermittler. Nach einem Bericht des „Nordkurier“ (Dienstag) waren die Verdächtigen vor ihrer Zeit im Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamts teils Angehörige von Eliteeinheiten der Bundeswehr. Zwei seien Fallschirmjäger gewesen, einer Soldat bei der Fernspähkompanie.

Bundeswehr unterstützt Ermittlungen

Oberstleutnant Ulrich Metzler vom Landeskommando der Bundeswehr in Schwerin sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Landeskriminalamt habe um Akteneinsicht bei der Bundeswehr gebeten, die auch gewährt worden sei. „Die Bundeswehr unterstützt die Ermittlungen, die in dem Bereich laufen.“ Details nannte er nicht. Es handele sich um ein laufendes Verfahren. Zuständig seien die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt. Ein Sprecher des Innenministeriums wollte unter Hinweis auf den Datenschutz ebenfalls keine Auskünfte geben.

Sichergestellte Munition wird geprüft

Auch die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht. Behördensprecherin Claudia Lange sagte lediglich, derzeit werde die Munition geprüft, die bei der Festnahme der vier Verdächtigen vor zwei Wochen gefunden worden war. Es hatte sich um mindestens 10 000 Stück gehandelt, deren Herkunft unklar war. Lange sagte, Sachverständige prüften gegenwärtig, ob Teile der Munition unter das Waffengesetz oder das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen.

Zwei SEK-Polizisten noch in U-Haft

Am 12. Juni waren vier teils ehemalige, teils noch aktive Mitglieder des SEK Mecklenburg-Vorpommern festgenommen worden. Zwei sitzen in Untersuchungshaft, für die anderen beiden wurde der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Drei von ihnen wird vorgeworfen, dienstliche Munition bei Schießübungen beiseitegeschafft und dem Vierten, mit Kontakten in die extreme „Prepper“-Szene, weitergegeben zu haben.

Wenig später nahm das Innenministerium vier weitere Beamte wegen intensiver Kontakte zu dem beschuldigten Quartett vorsorglich aus dem SEK. Gegen einen von ihnen wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Ihm wurde zugleich das Führen der Dienstgeschäfte verboten.

„Prepper“ (von englisch: prepare – vorbereiten) rüsten sich mit Lebensmittelvorräten für einen befürchteten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung. Extreme Vertreter horten auch Waffen für den „Ernstfall“.

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Iris Leithold