Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Mehr Geld für Frauenhäuser
Nachrichten MV aktuell Mehr Geld für Frauenhäuser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 06.03.2018
Anzeige
Schwerin

Das zusätzliche Geld des Landes für die Frauenhäuser soll für die bessere Bezahlung der Beschäftigten dort eingesetzt werden. Das hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) gestern in Schwerin beim ersten Empfang der Landesregierung zum Internationalen Frauentag vorgeschlagen.

Manuela Schwesig

Zu Jahresbeginn sind die Zuschüsse des Landes für die neun Frauenhäuser von 700 000 auf 842 000 Euro gestiegen. Zunächst war vorgesehen, mit dem Geld eine dritte Stelle an den sechs Frauenhäusern einzurichten, die noch nicht über eine solche verfügen. Nach Schwesigs Worten soll die Ausweitung des Personals nun in einem zweiten Schritt erfolgen. „Wir können nicht neue Stellen schaffen, ehe nicht die vorhandenen besser bezahlt werden.“

Schwesig regte einen Runden Tisch bei Frauenministerin Stefanie Drese (SPD) an, um dort gemeinsam über das weitere Vorgehen und die Bedarfe in den Frauenhäusern zu sprechen. Schwesig verwies zudem auf den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD im Bund, der Verbesserungen für die Frauenhäuser bundesweit vorsieht.

Unmittelbar vor dem Empfang im Mecklenburgischen Staatstheater, an dem rund 200 Frauen teilnahmen, hatten rund 30 Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern und Beratungsstellen demonstriert. Das Land habe seine Zuschüsse für die Gehälter seit dem Jahr 2005 nicht mehr erhöht, erklärten die Demonstrantinnen. Dadurch fehlten den 70 Mitarbeiterinnen bis zu 40 Prozent Lohn im Vergleich zum Tarif im öffentlichen Dienst.

Der gleichstellungspolitische Sprecher der Linken im Landtag, Peter Ritter, kritisierte Schwesig wegen der Situation in den Frauenhäusern und -beratungsstellen. „Noch vor wenigen Wochen haben SPD und CDU die Forderungen meiner Fraktion für eine dringend notwendige Aufstockung der Mittel für die tarifliche Anpassung der Beschäftigten im Hilfesystem abgelehnt“, sagte er. Vor Ort fehlten Fachkräfte, Stellen in den Frauenhäusern blieben monatelang unbesetzt, Hilfe für die Betroffenen könne nicht mehr gewährleistet werden. „Das ist fatal.“

Iris Leithold

Mehr zum Thema

Auf dem Arbeitsmarkt hat bereits Tauwetter eingesetzt

01.03.2018

Auf dem Arbeitsmarkt hat bereits Tauwetter eingesetzt

01.03.2018

Die Zahl der Arbeitslosen in Stralsund ist im Februar leicht zurückgegangen. Die Beschäftigungslosigkeit sank um 39 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt hier aktuell bei 13,5 Prozent.

01.03.2018

Der Polizist, der vor wenigen Tagen einen mutmaßlichen Einbrecher in Neubrandenburg erschossen hat (OZ berichtete), ist zuvor mit Reizgas attackiert worden.

06.03.2018

Meist blieb es bei Blechschäden / Ausfälle bei Bussen, Absagen in Schulen

06.03.2018

Abgeschöpfte Gewinne füllen Staatssäcke

06.03.2018