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MV aktuell Mehr als 71 Tonnen Bomben und Munition 2018 in MV geborgen
Nachrichten MV aktuell Mehr als 71 Tonnen Bomben und Munition 2018 in MV geborgen
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07:58 01.04.2019
Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in Rostock gefunden. Am 27. März wurde diese nach Mellenthin auf Usedom gebracht. Quelle: Hannes Ewert
Rostock/Schwerin

 Die Entschärfung der 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe am vergangenen Mittwoch in Rostock hat den Blick auf die Arbeit des Munitionsbergungsdienstes gelenkt. Die Statistik zeigt deutlich, dass diese Aktion nur deshalb so spektakulär war, weil rund 10 000 Menschen kurzfristig ihre Wohnungen in der Rostocker Innenstadt verlassen mussten. Wie das Innenministerium berichtete, wurden im vergangenen Jahr im Nordosten mehr als 71 Tonnen Kampfmittel geborgen. Darunter waren 91 Bomben, davon acht mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilogramm. 2017 waren „nur“ knapp 40 Tonnen Kampfmittel unschädlich gemacht worden. Allerdings waren damals 253 Bomben dabei, 40 davon über 50 Kilo.

Die Bombe in der Baustelle im Rostocker Rosengarten wurde erfolgreich entschärft. Hier sind die Bilder von einer Stadt im Ausnahmezustand.

Die Zahl der Aufträge an den Munitionsbergungsdienst mit seinen 36 Mitarbeitern gehe seit vielen Jahren permanent nach oben. „2009 waren es noch 80 Aufträge, 2017 dann 257 und im letzten Jahr 248“, sagte dessen Chef Robert Mollitor. In diesem Jahr seien bereits 68 Aufträge eingegangen. „Es ist davon auszugehen, dass die hohen Zahlen der vergangenen Jahre auch 2019 wieder erreicht werden“, so Mollitor.

Im Jahr 2000 wurde ein Mann verletzt

Da aber das Aufkommen an Kampfmitteln stark vom Belastungsgrad der jeweiligen Flächen abhänge, gebe es keinen direkten Zusammenhang zwischen der Auftragslage beispielsweise durch eine gute Baukonjunktur und dem zu bergenden Kampfmittelaufkommen. Unfälle seien extrem selten, berichtete Mollitor. Zum letzten Mal sei ein Mann im Jahr 2000 an der Hand verletzt worden.

Alles zur Bomben-Entschärfung am 27. März lesen Sie hier.

RND/dpa

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