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MV aktuell Melkroboter und Bioklee: 45 000 Besucher auf den Höfen
Nachrichten MV aktuell Melkroboter und Bioklee: 45 000 Besucher auf den Höfen
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01:35 16.06.2014
Beim Hoftag gab es tierisch viel zu sehen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Bartenshagen

Rund 45 000 Besucher haben gestern beim Tag des offenen Hofes Landwirten über die Schulter geschaut. Einer von ihnen ist der kleine Ben: Der Z weijährige ist von den Kühen kaum wieder wegzukriegen. Seine Eltern sind mit ihm nach Groß Wüstenfelde im Landkreis Rostock gefahren, wo die Familie Sudbrock in ihren Milchviehbetrieb eingeladen hat.

Stefan Sudbrock und sein Vater Reinhard haben im vorigen Jahr für eine Million Euro einen neuen Kuhstall mit drei Melkrobotern gebaut. „Wir hatten die Alternative, bei 80 Kühen im alten Stall zu bleiben oder zu wachsen. Wir haben für uns festgelegt, dass es hier weitergehen soll“, sagt Sudbrock. 230 Kühe und Kälber leben auf dem Hof. „Wir sind ein reiner Familienbetrieb“, erläutert er. Die Routinearbeit erledigten sein Vater und er. Zudem gebe es viele helfende Hände in der Familie. „Bei Arbeitsspitzen muss jeder mit ran“, sagt der Bauer.

Die Melkroboter erleichtern die Arbeit. Jede Kuh gibt im Schnitt 8500 Liter Milch im Jahr. Rentner Harry Radke schaut sich im neuen Stall um. „Den Kühen geht es gut hier“, sagt er. „Sie können machen, was sie wollen, rumgehen, liegen, fressen.“ Er kenne von früher noch die Anbindehaltung in engen Ställen. Die Kühe können sogar zum Melken gehen, wann sie wollen. „Das tun sie aber nicht, weil das Euter schmerzt, sondern weil es dort Kraftfutter gibt“, verrät Sudbrock. Einen Bio-Milchbetrieb in Bartenshagen westlich von Rostock besucht Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am Tag des offenen Hofes. Die Betriebe zu öffnen, zeige die Bereitschaft der Bauern, ihre Produktion transparent zu machen. Das stärke das Vertrauen der Verbraucher in die Lebensmittelproduktion, sagt er.

Bio-Bauer Christian Schulz hält 200 Kühe plus Nachwuchs. Er baut auf 300 Hektar Kleegras, Weizen, Gerste, Roggen und Hafer an. „Wir verfüttern unser Getreide komplett an die Tiere. Nachkaufen müssen wir nur Eiweiß wie Lupinen, Bohnen oder Rapskuchen“, sagt er. Im Betrieb arbeitet er mit seiner Frau und sechs Angestellten. Die Milch, im Schnitt 7500 Liter pro Kuh und Jahr, wird in der gläsernen Molkerei in Dechow (Nordwestmecklenburg) verarbeitet.

Die bringt den Besuchern am Tag des offenen Hofes eine Palette ihrer Produkte zur Verkostung mit. Die Gäste dürfen in Schultzes Stall gehen, Jungrinder und Kälber anschauen. Auf das Schaumelken müssen sie etwas warten: Die Kühe sind noch auf der Weide.

Wir müssen wieder schätzen lernen, was auf unseren Höfen produziert wird.“Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD)



Birgit Sander

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