Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Millionen für die Gesundheitsvorsorge in MV
Nachrichten MV aktuell Millionen für die Gesundheitsvorsorge in MV
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 17.01.2017
Anzeige
Schwerin

Für die Vorbeugung von Krankheiten steht in Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Geld zur Verfügung. Die gesetzlichen Krankenkassen seien nun verpflichtet, pro Versichertem sieben Euro im Jahr bereitzustellen, hieß es gestern in Schwerin bei der Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung zur Nutzung dieses Geldes. 2015 waren es demnach rund vier Euro pro Versichertem.

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) geht davon aus, dass in diesem Jahr in MV von den Kassen 5,8 Millionen Euro für die Prävention bereitstehen. Das Land gebe noch einmal 2,7 Millionen Euro dazu, sagte er. Daraus würden verschiedene Maßnahmen finanziert, vom Seminar zur Stressbewältigung bis zum Kochkurs und zur Lebensmittel-Einkaufsberatung.

Gestern vereinbarten Krankenkassen, Sozialversicherungsträger, Bundesarbeitsagentur, Land und Kommunen in MV, künftig gemeinsam in der Gesundheitsvorsorge aktiv zu werden und Geld für die Prävention optimal einzusetzen. Sie wollen künftig ihre Projekte abstimmen, um Doppelstrukturen zu vermeiden, sagte Glawe. Auch soll versucht werden, mehr Menschen als bisher zu erreichen , etwa Langzeitarbeitslose.

MV hat mehr Gesundheitsbewusstsein nötig: 2013 waren laut Statistischem Landesamt 59,9 Prozent der Erwachsenen in Mecklenburg-Vorpommern übergewichtig, ein Spitzenplatz in Deutschland. Mit 28,2 Prozent Rauchern an der erwachsenen Bevölkerung lag der Nordosten auf dem vorletzten Platz im Bundesvergleich vor Berlin.

OZ

Mehr zum Thema

Greifswald gibt zu wenig Mittel für wichtige Präventionsmaßnahme, findet Jörg Mostertz, Geschäftsführer des größten Sportvereins der Stadt

12.01.2017

Die Stralsunder Suchttherapeutin Cathleen Spröte erklärt, warum die Medizinisch-Psychologische Untersuchung für Verkehrssünder eine riesige Hürde ist

13.01.2017

Die Stralsunder Suchttherapeutin Cathleen Spröte erklärt, warum die Medizinisch-Psychologische Untersuchung für Verkehrssünder eine riesige Hürde ist und warum Alkohol am Steuer ein Problem in allen Gesellschaftsschichten ist.

13.01.2017

Urlaubsort hofft auf rasche Hilfe / Kiosk seit zehn Jahren nicht flutversichert

17.01.2017

585000 Fahrgäste nutzten 2016 den Zug / Wiederaufbau der Telegrafenanlage

17.01.2017

Investoren haben ein gutes Dutzend Ausnahmegenehmigungen beantragt

17.01.2017