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Ministerin: Lehrer können mit 63 Jahren weniger unterrichten

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12:27 19.01.2020
Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) will Lehrer ab 63 weiter vom Unterricht entlasten. Quelle: Cornelius Kettler
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Schwerin

Das Land entlastet ältere Lehrer: Ab einem Alter von 63 Jahren müssen sie künftig vier Stunden weniger unterrichten als ihre jungen Kollegen. Bereits jetzt gebe es eine Anrechnungsstunde ab einem Alter von 57 Jahren und eine weitere ab 60 Jahren, teilte das Bildungsministerium in Schwerin mit. Vom kommenden Schuljahr an sollen zwei weitere ab einem Alter von 63 Jahren dazukommen, wie Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) sagte.

Martin: Auch an ältere Lehrer denken

Bei einer Unterrichtsverpflichtung von 27 Stunden an Regionalschulen und Gymnasien heißt das, dass 63-jährige Lehrkräfte nur noch 23 Stunden pro Woche unterrichten müssen. Sie bekämen so mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, hieß es. An den Grundschulen in MV beträgt die Unterrichtsverpflichtung 27,5 Stunden.

„Mir ist wichtig, dass wir nicht nur an den Lehrernachwuchs denken, sondern auch für Lehrerinnen und Lehrer etwas unternehmen, die seit Jahrzehnten zuverlässig und engagiert an unseren Schulen unterrichten“, erklärte Martin. Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass ältere Lehrer vorzeitig in den Ruhestand gehen. „Wir haben einen großen Bedarf an ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern.“ Das Land investiere 2,6 Millionen Euro in die neue Entlastung.

Lehrerverbände begrüßen den Vorstoß

Der Landesvorsitzende des Philologenverbandes MV, Jörg Seifert, begrüßte die Reduzierung der Pflichtstundenzahl für Lehrer im Vorrentenalter. Dadurch gebe es für sie eine höhere Motivation, länger aktiv im Schuldienst zu bleiben. Der Philologenverband fordert allerdings eine generelle Reduzierung der Pflichtstundenzahl. „Wenn es überhaupt eine Chance geben soll, mehr Lehrerinnen und Lehrer ins Land zu holen, dann sollten mögliche Bewerber bei uns nicht die bundesweit schlechtesten Arbeitsbedingungen vorfinden“, sagte der Landesvorsitzende Jörg Seifert. Auch die Lehrergewerkschaft GEW begrüßte den Schritt. Bisher stiegen 93 Prozent der Lehrkräfte vor dem 63. Lebensjahr aus dem Beruf aus, erklärte die Landesvorsitzende Annett Lindner.

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