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MV aktuell Brustkrebs: So äußert sich Schwesig über ihre Krankheit
Nachrichten MV aktuell Brustkrebs: So äußert sich Schwesig über ihre Krankheit
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14:07 10.09.2019
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist an Brustkrebs erkrankt. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Schwerin

Blass und mit ernster Miene tritt Manuela Schwesig an Mikrofone in der Staatskanzlei. Medienvertretern wird sie gleich erklären, wie sie den Krebs besiegen will. Wenige Stunden ist die Nachricht alt. Sie habe viele aufmunternde Zuschriften seither erhalten. Dafür sei sie dankbar. Am Ende ein Lächeln in die vielen Kameras der Journalisten.

Brustkrebs – die Diagnose kenne sie seit einiger Zeit, erklärt Schwesig. Am Montagabend nun habe sie erfahren, wie die schwere Erkrankung zu behandeln sei. Therapien, die viel Kraft kosten werden. Details nennt sie nicht. Das wolle sie auch nicht, sagt Schwesig – und bittet darum, dass ihre Privatsphäre respektiert wird.

Im Video: Manuela Schwesig spricht über ihre Krankheit

„So etwas ist immer ein riesiger Schock“

„So etwas ist immer ein riesiger Schock“, sagt Schwesig, die zuletzt als amtierende SPD-Bundesvorsitzende und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern im Dauereinsatz war. Das politische Geschäft hat Spuren hinterlassen.

Ja, sie habe Krebs, sagt die SPD-Frau – und erinnert sogleich an andere Frauen, die mit der schrecklichen Krankheit kämpfen müssen und mussten, etwa die Landrätin von Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss, die heute wieder im Job tätig sei. Die gute Nachricht sei: „Dieser Krebs ist heilbar“, erklärt Schwesig, als ob sie nicht nur sich, sondern auch anderen Mut machen wolle. Sie wisse, „dass Krebs nicht gleich Krebs ist“. Sie werde sich dem Kampf stellen. Dafür sei eine medizinische Behandlung notwendig. Daher werde sie in den kommenden Monaten nicht all ihre Termine als Regierungschefin wahrnehmen können. Minister sollen sie vertreten.

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Da ihre Prognose auf Heilung gut sei, wolle sie als Ministerpräsidentin und SPD-Landeschefin weiter machen, so Schwesig. „Ich stehe zu meiner Verantwortung für das Land.“ Nicht aber auf Bundesebene. Das bedeutet: Die amtierende SPD-Bundeschefin Schwesig zieht sich zurück, die Partei muss allein mit Umfragetief und der Suche nach neuen Vorsitzenden zurechtkommen. „Ich danke allen Mitgliedern für das Vertrauen“, so Schwesig. Sie wolle ihre Kraft nun auf das Bundesland, ihre Gesundheit und ihre Familie konzentrieren. Die SPD-Landtagsfraktion werde sie noch am Nachmittag informieren.

Schwesig macht anderen Frauen Mut

„Viele Frauen erkranken an Brustkrebs“, erklärt Schwesig. „Viele Frauen zeigen, dass diese schlimme Krankheit heilbar ist.“ Sie habe in ihrem Leben schon einige Kämpfe geführt. „Ich werde auch diesen Kampf führen.“ Sie sei zuversichtlich, „dass ich am Ende gesunde sein werde“. Ihre Stützen dabei seien die Verantwortung fürs Bundesland, ihre Partei und natürlich ihre Familie. Schwesig ist verheiratet und hat zwei Kinder, Sohn Julian (12) und Tochter Julia (3).

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist an Brustkrebs erkrankt. Diese deutschen Prominenten leiden oder litten ebenfalls an Krebs.

Von Frank Pubantz

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