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MV aktuell Minutenprotokoll: Der Blutmond leuchtet über Mecklenburg-Vorpommern
Nachrichten MV aktuell Minutenprotokoll: Der Blutmond leuchtet über Mecklenburg-Vorpommern
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09:45 28.07.2018
Der Blutmond leuchtet über Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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21.00 Uhr. Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne färben den Himmel in ein orange leuchtendes Meer. An diesem Sommerabend ist ein extrem seltenes astronomisches Ereignis zu beobachten: Zu der mit etwa 103 Minuten längsten totalen Mondfinsternis des Jahrhunderts gesellt sich ein besonders heller Mars, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Vollmond erscheint. Das Problem: Wolken verdecken die Sicht.

21:14. Es ist soweit. Der Mond geht auf. In anderen Städten ist es zu sehen: Zaghaft lösen sich die Konturen des einzig natürlichen Satelliten der Erde vom Horizont.

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21:30. Der Mond befindet sich nun im Kernschatten.

22:06. Endlich: Die Wolken reißen auf und geben den Blick auf den roten Feuerball frei. 

22:10. Die Mitte der Finsternis ist erreicht, der Mond schimmert rötlich. Immer noch ist Dunst am Himmel. Leider an vielen Orten in Norddeutschland immer noch hinter Wolken verborgen: Der leuchtende Mars nahe am Mond.

22:35. Ein drittes Spektakel gesellt sich zu dem Naturschauspiel, denn zu dem verdunkelten Mond und dem rötlichen Mars stößt die Raumstation ISS, und zehn Minuten darauf ist auch der Mars zu sehen. Fast 60 Grad über dem Horizont ist die Raumstation zu sehen.

23:14. Das Ende kündigt sich an, der Mond verlässt den Kernschatten der Erde. Bis zur nächsten Mondfinsternis müssen Zuschauer nicht lange warten. Die wird am 21. Januar zu sehen sein – wenn freie Sicht ist.

Von Fabian Boerger