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MV aktuell Badewannen-Mord: Angeklagter mag keine Fußfesseln tragen
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15:26 18.12.2018
Der Angeklagte soll im März seine ehemalige Lebensgefährtin in deren Wohnung in Güstrow getötet haben. Quelle: dpa
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Rostock

Im Prozess um den Mord in der Badewanne vor dem Landgericht Rostock hat der Angeklagte Menschenrechtsverletzungen beklagt und Anträge gegen die Kammer gestellt. Das geplante Plädoyer der Verteidigung am Dienstag fiel damit aus.

Der 40-jährige Angeklagte, dem die Tötung seiner 36 Jahre alten Ex-Freundin vorgeworfen wird, begründete die Anträge auf Ablehnung der Kammer damit, dass sie gegen die Menschenrechte verstoßen habe. So habe das Gericht unter anderem auf das dauerhafte Anlegen der Fußfesseln bestanden, was bei ihm zu Verletzungen geführt habe. In diesem Zusammenhang stellte der Mann auch Strafanzeigen gegen Justizvollzugsbeamte. Das Gericht vertagte sich auf Freitag.

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Lebenslang gefordert

Nach Überzeugung der Anklage hat der Mann im März in Güstrow seine ehemalige Lebensgefährtin aus Eifersucht in der Badewanne erstochen. Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb wegen Mordes eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Die Beziehung der beiden hatte 13 Jahre gedauert.

Der Tat sei ein monatelanger Chat in einem sozialen Netzwerk vorausgegangen, bei dem der Mann ein Fake-Profil „Mike Müller“ benutzt habe. So habe er seine Ex-Lebensgefährtin getäuscht und sich ihr genähert. Der Mann hatte sich nach Auffassung der Anklage vermutlich mit einem Schlüssel Zutritt zur Wohnung verschafft und seine Ex-Freundin in der Badewanne überrascht.

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