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MV aktuell Mordfall Maria K.: Täter vermindert schuldfähig – weitere grausige Details bekannt
Nachrichten MV aktuell Mordfall Maria K.: Täter vermindert schuldfähig – weitere grausige Details bekannt
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13:55 31.07.2019
Für die ermordete Maria K. fand am 3. April in der Zinnowitzer Kirche ein Gedenkgottesdienst statt. Später wurde bekannt, dass auch die beiden mutmaßlichen Täter dabei waren. Quelle: Tilo Wallrodt
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Zinnowitz/Stralsund

Das Landgericht Stralsund hat im Fall Maria K. das Verfahren gegen den 19-jährigen Nicolas K. aus Karlshagen und den 21-jährigen Niko G. aus Zinnowitz wegen Mordes vor der Großen Jugendkammer des Landgerichts Stralsund eröffnet. Der Prozess beginnt am 20. August.

Den beiden Angeklagten wird vorgeworfen, am 18. März dieses Jahres gemeinschaftlich die 18-jährige schwangere Maria K. aus Zinnowitz heimtückisch und aus Mordlust getötet zu haben. Sie sollen in der Absicht, einen Menschen sterben zu sehen, ihr Opfer unter einem Vorwand in dessen Wohnung in der Waldstraße besucht und anschließend mit zahlreichen Messerstichen getötet haben.

Nicolas K. vermindert schuldfähig?

Nun werden mit der Mordanklage weitere grausige Details der Tat bekannt: Zunächst soll der 19-Jährige dem Opfer von hinten einen Stich in den Hals und den Nacken versetzt, sich dann auf das am Boden liegende Opfer gesetzt und ihr zahlreiche weitere Stiche im Kopf- und Halsbereich zugefügt haben. Der 21-Jährige soll dabei die Beine von Maria K. festgehalten haben.

Eine 18-jährige Frau ist am Dienstagabend in ihrer Wohnung in der Zinnowitzer Waldstraße (Insel Usedom) tot aufgefunden worden.

Nicolas K., der 19-Jährige, soll aufgrund seiner Alkoholisierung und einer psychiatrischen Erkrankung bei der Tat vermindert schuldfähig gewesen sein, sagt Olaf Witt, Sprecher des Landgerichtes Stralsund. Er befindet sich daher auch nicht wie der Mitangeklagte in Untersuchungshaft, sondern ist seit dem 14. Mai vorläufig in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Niko G. droht lebenslange Haft

Dem erwachsenen Angeklagten droht wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe, sagt Witt weiter. Der 19-Jährige gilt als Heranwachsender. Ihm droht im Falle der Anwendung des Jugendstrafrechts bei einer Verurteilung wegen Mordes eine Jugendstrafe bis zu 15 Jahren, wenn wegen der besonderen Schwere der Schuld das Höchstmaß der Jugendstrafe von zehn Jahren nicht ausreicht. Daneben droht auch die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Für den Mordprozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Es sind 21 Zeugen und drei Sachverständige geladen. Am 30. August sollen die Urteile gesprochen werden.

Seit 1992 wurden in Mecklenburg-Vorpommern etwa 400 Menschen ermordet. Mehr als 90 Prozent dieser Fälle wurden aufgeklärt. Doch auch dreiste Raubüberfälle, Trickbetrugsserien und mysteriöse Skulpturen bewegten in den letzten Jahren das Land. Wir zeigen spektakuläre Kriminalfälle, die in MV für Aufsehen sorgten.

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