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MV aktuell Mordprozess um Leonie: Erste Gutachter stellen Ergebnisse vor
Nachrichten MV aktuell Mordprozess um Leonie: Erste Gutachter stellen Ergebnisse vor
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07:20 07.11.2019
Neubrandenburg: Bei der Fortsetzung des Mordprozesses um den Tod der sechsjährigen Leonie sitzen Jörg Fenger (von links rechts), Verteidiger, der angeklagte Stiefvater und Bernd Raitor, Verteidiger, im Gerichtssaal. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Neubrandenburg

Im Prozess um den gewaltsamen Tod der sechsjährigen Leonie aus Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sollen am Donnerstag (9.00 Uhr) erste Gutachter zu Wort kommen. Die beiden Experten sind für die toxikologischen Untersuchungen sowie für die DNA-Analysen zuständig. So wurden unter anderem Blutspuren in der Wohnung der Familie gefunden, die per DNA-Test überprüft wurden. Bisher war im Prozess nicht klar, von wem das Blut stammt.

Das Mädchen war am 12. Januar tot in der Wohnung der Familie gefunden worden. Rechtsmediziner stellten bei Leonie viele Verletzungen wie gebrochene Rippen fest, die von schweren Misshandlungen herrühren sollen. Dem Stiefvater wird deshalb Mord durch Unterlassen und Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Er schwieg bisher vor Gericht.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der Mann das Mädchen mehrfach so misshandelt, dass es infolge der Verletzungen starb. Der 28-Jährige hatte bei der Polizei von einem Treppensturz von Leonie am Nachmittag im Hausflur gesprochen. Er hatte aber erst viel später Hilfe geholt - laut Anklage, um die Misshandlungen zu verdecken. Auch bei Leonies zweijährigem Bruder waren Verletzungen gefunden worden, die auf grobe Misshandlungen schließen lassen.

Seit 1992 wurden in Mecklenburg-Vorpommern etwa 400 Menschen ermordet. Mehr als 90 Prozent dieser Fälle wurden aufgeklärt. Doch auch dreiste Raubüberfälle, Trickbetrugsserien und mysteriöse Skulpturen bewegten in den letzten Jahren das Land. Wir zeigen spektakuläre Kriminalfälle, die in MV für Aufsehen sorgten.

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Von dpa/RND

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