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MV aktuell Mücken im Anflug: Das große Jucken kommt 2013 wird ein besonders guter Sommer für lästige Mosquitos, sagen Experten.
Nachrichten MV aktuell Mücken im Anflug: Das große Jucken kommt 2013 wird ein besonders guter Sommer für lästige Mosquitos, sagen Experten.
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00:00 04.07.2013
Dömitz

In den Hochwassergebieten an der Elbe ist es bereits soweit. Hier finden die unbeliebten Stech-Insekten, die stehendes Wasser zur Eierablage brauchen, beste Voraussetzungen, um Großfamilien zu gründen. „Schwarze Wolken von Mücken stehen in den Wipfeln der Bäume“, berichtet Hartwig Lühmann, der hinter dem Elbdeich in Dömitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen Campingplatz betreibt.

Tagsüber sei es noch erträglich. Abends werden die Mosquitos aber munter. „Dann wird es unangenehm“, sagt Lühmann.

Das Problem wird sich nicht nicht auf die Elberegion beschränken. „Es sieht alles danach aus, dass es diesen Sommer besonders viele Mücken geben wird“, sagt Monique Luckas vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg. In Mücken-Fangstationen wurde teilweise die zehnfache Menge an Tieren gefunden wie im Vorjahr. Wettermäßig laufe es für die Blutsauger ideal. „Auf den Feldern und in den Städten, überall steht das Wasser“, sagt Monique Luckas.

Steigen die Temperaturen an, suchen Millionen hungrige Mücken nach Nahrung. „Wenn es heiß wird, kommen die Wolken“, weiß Burkert Brosin vom Stadtforst Wiethagen in der Rostocker Heide. Bisher mussten die Forstleute erst in den heißen Wochen Anfang Juni verstärkt zu Mosquito-Schutzmitteln greifen. Das dürfte sich schon bald wiederholen: Für kommende Woche sagt der Deutsche Wetterdienst in Mecklenburg-Vorpommern viel Sonne und 25 Grad Lufttemperatur voraus.

Stoppen ließe sich die Plage nur noch durch lang anhaltende Trockenheit oder deutlich sinkende Temperaturen, meint Monique Luckas vom ZALF. Das Institut arbeitet zusammen dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems (Vorpommern-Greifswald) am ersten Mückenatlas für Deutschland. Gegen lästige Stiche hilft außer den Mitteln aus der Drogerie häufiges Duschen.

Mücken fliegen auf Körpergeruch. Wer nicht riecht, bleibt unbehelligt.

Bisher gab es bundesweit 49 Stechmücken-Arten. Durch den Klimawandel werden es mehr. Inzwischen sind es 50: Die Asiatische Buschmücke hat sich in einigen Orten im Rheinland angesiedelt. Die Art ist gefürchtet, weil sie gefährliche Erreger überträgt. Die wurden bei den deutschen Exemplaren aber noch nicht festgestellt. Bis etwa 1945 gab es in Deutschland sogar Fälle von Malaria nach Mückenstichen, sagt Mandy Kronefeld, die am FLI eine Doktorarbeit über die Plagegeister schreibt.

Gerald Kleine Wördemann

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