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MV aktuell Museum nach Rostock
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00:00 13.12.2016
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Rostock/Schwerin

Im Streit um den Standort für das geplante Landesmuseum für Archäologie hat die SPD ihren Wunschstandort offenbar durchgesetzt. Die Hansestadt Rostock sei, wie in einem Gutachten untersetzt, der geeigneteste Ort, heißt es jetzt aus hohen CDU-Kreisen: „Die Tendenz ist klar.“ Offiziell erklären wollen sich SPD und CDU allerdings erst nach dem Koalitionausschuss im Januar.

Um ein Museum, das die bedeutenden archäologischen Schätze Mecklenburg-Vorpommerns zeigt, wird seit mehr als 20 Jahren gestritten. CDU-Landeschef Lorenz Caffier brachte Neustrelitz als Standort ins Spiel, auch Schwerin galt lange als Favorit, wo ein neues Depot für die wertvollen Funde entsteht. Im Sommer präsentierte Ex-Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) dann ein Gutachten der Firma MuseoConsult aus Stuttgart. Inhalt: Rostock sei aufgrund seiner zentralen Lage und des neu entstandenen Lehrstuhls für Ur- und Frühgeschichte an der Universität die beste Wahl. Die Initiative Pro Archäologisches Landesmuseum (Ipal) sammelte bisher mehr als 10000 Unterstützer-Unterschriften für Rostock. Zu den Mitbewerbern gehören auch Greifswald, Stralsund oder Putbus.

Die Umsetzung des unabhängigen Gutachtens drohte aber an der Blockade der CDU zu scheitern. Das ist nun vorbei: Vom Museum in Rostock, geplant im alten Schifffahrtsmuseum, erhoffe man sich positive Effekte, heißt es. Offiziell erklärt CDU-Generalsekretär Vincent Kokert: „Die Standortentscheidung fällt Anfang 2017.“

Auch die neue Kultusministerin erklärt, sie stehe zum Gutachten. „Wir werden darüber hinaus prüfen, ob die Einrichtung zeitweiliger Außenstandorte im Land für ein Archäologisches Landesmuseum sinnvoll ist“, sagt Birgit Hesse (SPD). Denn im Gegenzug für die Wahl Rostocks fordert die CDU Ausgleich für andere Standorte.fp

OZ

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