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MV aktuell NDR 1 Radio MV verteidigt Spitzenplatz bei Hörergunst im Nordosten
Nachrichten MV aktuell NDR 1 Radio MV verteidigt Spitzenplatz bei Hörergunst im Nordosten
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NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern ist wieder der beliebteste Radiosender im Nordosten. Quelle: Klaus Westermann/SWR/NDR
Frankfurt/Main/Schwerin

Die Hörgewohnheiten der Radionutzer in Mecklenburg-Vorpommern sind weitgehend stabil. Wie aus den am Mittwoch in Frankfurt/Main vorgelegten jüngsten Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse hervorgeht, bleibt NDR 1 Radio MV der meistgehörte Sender im Land. Mit einer Tagesreichweite von rund 401 000 Hörern liegt der öffentlich-rechtliche Regionalsender demnach weiterhin vor der Ostseewelle, die mit 389 000 Hörern der bedeutendste Privatsender im Nordosten bleibt. Gegenüber den im März veröffentlichten Hörerzahlen gab es bei beiden Sendern leichte Zuwächse. Der zweite Privatsender Antenne MV verlor etwas und kam auf 311 000 Hörer.

Hörer müssen mindestens 15 Minuten durchhören

Die Zahlen beziehen sich nach Angaben eines Sprechers der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse auf die Hörer von Montag bis Sonntag, wobei die Personen jeweils mindestens eine Viertelstunde lang durchgehend den Sender gehört haben müssen. Nach Angaben des NDR erreichte Radio MV einen Marktanteil von 26,4 Prozent und ist damit zum sechsten Mal in Folge Marktführer im Land. Die Ostseewelle kam auf 22,8 Prozent, Antenne MV auf 14,9 Prozent. Auf Platz vier folgt mit 9,4 Prozent der länderübergreifende Sender NDR 2.

„Es geht uns nicht in erster Linie um Quote, aber für uns ist das Ergebnis natürlich ein Erfolgssignal, das auch die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zeigt“, sagt Elke Haferburg, Programmdirektorin des NDR Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern. Ursache für das gute Ergebnis sei sicherlich die „ausgewogene Mischung aus Informationen und Unterhaltung“. „Wir legen sehr viel Wert auf regionale Aktualität.“ Gerade in einer globalisierten Welt interessiere es viele Menschen, was vor der eigenen Haustür passiere. „Dass wir mit vier Studios im Land vertreten sind, ist, glaube ich unser Erfolgsmodell“, so Haferburg. Dazu komme die Mischung aus Musik, Informationen, Unterhaltung und Kultur.

Schlager aus dem Programm genommen

2008 hatte der Sender begonnen, sein Programmprofil zu verjüngen. „2012 haben wir die Schlager komplett aus dem Programm genommen“, so Haferburg. „Trotz Protesten hat das unserer Beliebtheit keinen Abbruch getan.“ Das aktuelle Programmprofil reiche von Oldies aus den 70er und 80er Jahren bis zu aktueller Musik. „Darunter sind viele deutsche Titel, unter anderem von Bands aus der alten DDR, aber auch viele aktuelle Hits.“

Für die Media-Analyse werden zwei Mal im Jahr bundesweit rund 70 000 deutschsprachige Bürger ab 14 Jahren nach ihren Hörergewohnheiten befragt, davon in Mecklenburg-Vorpommern etwa 2100. Die dabei ermittelten Daten sind Grundlage für die Preise der Radiowerbung, für private Anbieter die wesentliche Einnahmequelle. Im Schnitt hören die Deutschen täglich mehr als vier Stunden Radio.

Stefanie Büssing/dpa