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MV aktuell Nach Mord an Maria K. in Zinnowitz: Täter ab Dienstag vor Gericht
Nachrichten MV aktuell Nach Mord an Maria K. in Zinnowitz: Täter ab Dienstag vor Gericht
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17:23 18.08.2019
Ein Foto von Maria K. und einer Freundin nach der Tat in Zinnowitz. Quelle: Tilo Wallrodt
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Zinnowitz/Stralsund

Mitte März wurde Maria K. aus Zinnowitz brutal ermordet – von Dienstag an müssen sich der 19-jährige Nicolas K. und sein 21-jähriger Kumpel Niko G. vor dem Landgericht Stralsund verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die schwangere 18-Jährige aus Mordlust heimtückisch durch zahlreiche Messerstiche getötet zu haben. Sie wollten einen Menschen sterben sehen, wie es vorab vonseiten des Gerichts hieß.

Die beiden hätten sich verabredet und genau dieses Opfer ausgesucht. In Marias Wohnung soll Nicolas K. nach Darstellung der Ankläger ihr von hinten einen Stich in den Hals und den Nacken versetzt haben. Dann habe er sich auf die am Boden liegende Frau gesetzt und ihr zahlreiche weitere Stiche im Kopf-Halsbereich zugefügt.

Mordwaffe bis heute verschwunden

Niko G. habe währenddessen die Beine von Maria festgehalten und so an der Tat mitgewirkt. Die beiden Deutschen aus Zinnowitz und Karlshagen hatten Maria nach der Tat liegenlassen und sich weiter in der Region aufgehalten. Einen Monat später wurden sie nach intensiver Fahndung festgenommen. Die Mordwaffe ist bis heute verschwunden. Möglicherweise haben die Männer ihre Kleidung und dabei auch das Messer in die Ostsee geworfen.

In der Untersuchungshaft seien beide mehrfach befragt worden und hätten sich gegenseitig belastet. Nicolas K. habe eingeräumt, zugestochen zu haben. Insgesamt seien aber beide Aussagen noch nicht deckungsgleich, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Tatverdächtige mischen sich unter Trauernde

Das Verbrechen hatte auf Usedom für Betroffenheit gesorgt. Anfang April kamen zu einer Gedenkandacht rund 70 Menschen in die Zinnowitzer Kirche. Pastorin Christa Heinze sprach von Fassungslosigkeit, Ratlosigkeit und Ohnmacht angesichts der Gewalt. Die beiden mutmaßlichen Täter sollen sich dabei unter die Anwesenden gemischt haben.

Niko G. droht nun laut Landgericht wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Jüngere soll den Gerichtsangaben zufolge wegen seiner Alkoholisierung und einer psychiatrischen Erkrankung bei der Tat vermindert schuldfähig gewesen sein. Er ist deshalb in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, der mutmaßliche Mittäter sitzt dagegen in Untersuchungshaft.

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