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MV aktuell Nach Unfall auf Usedom: Platzverweise und Handyentzug für Gaffer möglich
Nachrichten MV aktuell Nach Unfall auf Usedom: Platzverweise und Handyentzug für Gaffer möglich
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14:26 12.06.2019
Am Dienstagnachmittag kam es auf der Bundesstraße 111 zwischen Zempin und Zinnowitz zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Ein 35 Jahre alter Mann kam dabei ums Leben. Quelle: Hannes Ewert
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Zempin

Der Schock sitzt tief und die Anteilnahme in den sozialen Netzwerken ist riesig: Nachdem am Dienstagnachmittag ein 35 Jahre alter Autofahrer auf der B 111 vor Zempin auf der Insel Usedom bei einem Unfall gestorben ist, gehen bei der Polizei jedoch die Ermittlungen zur Unglücksursache weiter. Am Dienstagnachmittag krachten zwischen Zempin und Zinnowitz zwei Autos frontal ineinander. Ein 35-Jähriger starb, eine Frau wurde schwer verletzt, der Fahrer des anderen Fahrzeugs erlitt Prellungen. Der Sachschaden beläuft sich auf 30.000 Euro.

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, erstellt ein Dekra-Experte nun sein Gutachten. „Das kann viel Zeit in Anspruch nehmen“, so eine Sprecherin in Neubrandenburg.

Bilder vom tödlichen Unfall auf B111 auf Usedom

Ein 35 Jahre alter Mann aus Polen kam bei dem Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag ums Leben.

Gaffer hielten am Radweg an und schauten zu

Einige Radfahrer hielten während der Unfallaufnahme an und verließen erst die Szenerie, als Polizei und Feuerwehrleute sie nach mehrmaliger Aufforderung verscheuchten. „Die Polizei kann in diesem Fall Platzverweise erteilen oder auch die Handys sicherstellen“, so die Sprecherin.

Gaffern drohen in Deutschland immer höhere Strafen. Laut Bußgeldkatalog sind Geldstrafen zwischen 20 und 1000 Euro möglich. Bei unterlassener Hilfeleistung droht sogar eine Haftstrafe.

Abschlepper und Bestatter mit Blaulicht eskortiert

Vor und hinter dem Unfall staute sich der Verkehr auf mehrere Kilometer. Die Polizei musste aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens sowohl den Bestatter, den Abschleppdienst und den Dekra-Ermittler zum Unfallort mit Blaulicht begleiten. Wie Einsatzkräfte am Ort des Geschehens beobachteten, wurde dem Bestatter sogar der Finger gezeigt, als er am Stau vorbeifahren wollte.

Verletzte Frau nach Neubrandenburg geflogen

Die bei dem Unfall schwer verletzte Ehefrau des 61-jährigen Fahrers wurde nach dem Unfall zunächst ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen, musste allerdings in Neubrandenburg behandelt werden. Von Greifswald nach Neubrandenburg wurde sie ebenfalls geflogen.

Familie setzt sich mit Bestatter in Verbindung

Wie die Polizei mitteilt, muss sich nun die Familie des Getöteten mit dem Bestatter auf der Insel Usedom in Verbindung setzen. „Wir haben die Botschaft kontaktiert und die haben veranlasst, dass die Behörden die Angehörigen informieren. Sie überbrachten unter anderem die Todesnachricht“, heißt es.

Leichnam wird nach Polen überführt

Wie Bestatter Andreas Rausch in Koserow auf Nachfrage erklärt, setzen sich polnische und deutsche Bestatter in Verbindung, um die Überführung des Leichnams zu organisieren. „Es sterben auch deutsche Urlauber im Ausland. Und in diesem Fall müssen die Verstorbenen mit dem Flugzeug, dem Schiff, dem Auto oder wie auch immer, überführt werden. Das ist ein vollkommen normales Prozedere“, erklärt er.

Wie gefährlich sind Mecklenburg-Vorpommerns Straßen? Jeden Tag ereignen sich durchschnittlich 157 Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Diese traurige Bilanz macht Hoffnungen zunichte, die durch deutlich rückläufige Unfallzahlen und weniger Verkehrstote zu Jahresbeginn entstanden waren. Wie das Innenministerium in Schwerin unter Bezugnahme auf die vorläufige Unfallstatistik bekanntgab, stieg die Zahl der Unfälle auf rund 28 600.

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Hannes Ewert

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