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MV aktuell Nach erstem Todesfall: Jetzt weitere Vibrionen-Infektion in der Ostsee in MV
Nachrichten MV aktuell Nach erstem Todesfall: Jetzt weitere Vibrionen-Infektion in der Ostsee in MV
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14:38 14.08.2019
Nach einen Bad in der Ostsee in MV ist ein weiterer Mensch erkrankt – ausgelöst durch Vibrionen. (Symbolbild) Quelle: Tilo Wallrodt
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Rostock/Kiel

In Mecklenburg-Vorpommern hat es eine weitere Infektion mit Vibrionen nach einem Bad in der Ostsee gegeben. Damit steigt die Zahl der Infektionen in diesem Jahr auf sieben, sagte Heiko Will, Direktor des Landesamts für Gesundheit und Soziales in Rostock.

Auch im neuesten Infektionsfall sei eine hochbetagte Frau betroffen, die zur Risikogruppe der Immungeschwächten gehöre. Vergangene Woche war eine Patientin gestorben. In Schleswig-Holstein seien weiterhin keine Erkrankungsfälle bekannt, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums.

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Keime vermehren sich sprunghaft bei Wassertemperaturen über 20 Grad

Vibrionen sind Bakterien, von denen einige Arten beim Menschen Krankheiten verursachen können. Am bekanntesten dürfte der Erreger der Cholera sein. Die im Salzwasser der Ostsee vorkommenden Keime der Art Vibrio vulnificus vermehren sich laut Will sprunghaft bei Wassertemperaturen von mehr als 20 Grad und können Wunden infizieren. Symptome einer Infektion sind demnach Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und blasenbildender Hautausschlag. Eine zügige Therapie mit Antibiotika kann den Krankheitsverlauf stark mildern.

In Mecklenburg-Vorpommern waren im vergangenen Jahr drei Menschen durch Vibrioneninfektionen gestorben. Angesichts von Dutzenden Millionen Badegästen sei das Erkrankungsrisiko aber extrem gering, sind sich Experten einig. Nur in Ausnahmefällen bestehe eine Gefahr für immungeschwächte, ältere Personen oder auch Patienten mit Lebererkrankungen oder HIV. Für gesunde Menschen seien die Bakterien ungefährlich.

Wussten Sie, dass man in der Ostsee einem der giftigsten Tiere Europas begegnen kann? Klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um Gefahren der Ostsee kennenzulernen.

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Von Hannes Stepputat/dpa

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