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MV aktuell Noch kein Ergebnis bei Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe
Nachrichten MV aktuell Noch kein Ergebnis bei Tarifverhandlungen für das Gastgewerbe
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12:04 25.09.2019
Im Jahr setze die Branche rund 1,8 Milliarden Euro um. Jetzt fordern die Beschäftigten ihren Anteil vom Kuchen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Güstrow

In der niedrigsten Tarifgruppe soll es einem Plus von 26 Prozent geben – das jedenfalls fordert die Gewerkschaft NGG. Sie tritt mit der Forderung an, dass es 2,50 Euro mehr pro Stunde für alle Beschäftigtengruppen gibt, wie ein Sprecher mitteilte. Darauf ließen sich die Arbeitgeber nicht ein, sodass die erste Runde der Tarifverhandlungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag ergebnislos vertagt wurde.

Die Arbeitgeber boten 3,5 Prozent mehr ab dem 1. Oktober und weitere 3 Prozent ein Jahr später an. Dies entspreche einer Erhöhung um 7 Prozent in 24 Monaten, sagte der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Dehoga, Matthias Dettmann, am Mittwoch. Damit bewege man sich im Rahmen der Tarifentwicklung in Deutschland. Die Gewerkschaft wies das Angebot als ungenügend zurück und sprach von Dumpinglöhnen.

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NGG will auch Weihnachtsgeld und Zuschläge

Die Gewerkschaft fordert außerdem die Einführung von Weihnachtsgeld, zusätzlichem Urlaubsgeld sowie Feiertags- und Wochenendzuschlägen. Darüber wollen die Arbeitgeber derzeit nicht verhandeln. Es gehe hier um einen Entgelttarifvertrag, sagte Dettmann. Darüber hinaus gehende Regelungen wie Zuschläge oder Sonderzahlungen würden in einem Manteltarifvertrag geregelt.

Im Gastgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern gibt es laut NGG mehr als 50.000 Erwerbstätige, davon rund 36.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und fast 2000 Auszubildende. Im Jahr setze die Branche rund 1,8 Milliarden Euro um.

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Von RND/pat