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MV aktuell Nord Stream 2: Dänemark erteilt Genehmigung für Bau der Ostsee-Pipeline
Nachrichten MV aktuell Nord Stream 2: Dänemark erteilt Genehmigung für Bau der Ostsee-Pipeline
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15:23 30.10.2019
Die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 darf auch durch dänisches Gewässer gebaut werden, teilte das Unternehmen mit. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Die umstrittene Erdgaspipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee von Russland nach Deutschland hat einen weiteren Teilerfolg erzielt: Dänemark habe jetzt die Genehmigung der Leitung durch die dänische Wirtschaftszone südlich Bornholms erteilt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit könne der Bau der Pipeline weiter gehen.

„Wir freuen uns über die Zustimmung zum Bau der Pipeline“, sagt Nord-Stream-Managerin Samira Kiefer Andersson. „Wir werden die konstruktive Zusammenarbeit mit den dänischen Behörden fortsetzen.“

Zweifel an geplanter Fertigstellung Ende 2019

Das Projekt hing zuletzt an der dänischen Genehmigung. Nord Stream 2 hat zwar bereits 2100 der 2400 Kilometer Leitung für die Doppel-Pipeline fertig, in dänischem Gewässer ging es aber nicht vorwärts. Insgesamt drei mögliche Routen musste das Unternehmen vorlegen.

Konkret geht es um einen 147 Kilometer langen Teil der Pipeline auf dem dänischen Kontinentalsockel südöstlich von Bornholm durch die Ostsee. Die Behörde sei zu dem Schluss gekommen, dass dieser Streckenverlauf zwei Alternativrouten – eine davon sollte nordwestlich von Bornholm verlaufen, eine andere auf längerem Wege ebenfalls südöstlich von der Insel – vorzuziehen sei.

Ursprünglich sollte die Erdgas-Leitung zum Jahresende fertig sein. An einer dänischen Zustimmung für die mehr als 1200 Kilometer lange Pipeline hatte es aber seit langem gehapert. Ob das noch zu schaffen ist, daran gab es zuletzt erhebliche Zweifel.

Zu große Abhängigkeit von Russland befürchtet

Das Projekt ist seit Jahren politisch umstritten, weil der russische Erdgas-Riese Gazprom Haupteigentümer von Nord Stream 2 ist. In Teilen Europas bestehen Befürchtungen, der Kontinent könnte zu abhängig von russischem Gas werden.

Deutschland dagegen verfolgt sei Jahren einen eigenen Weg. Trotz Kritik aus anderen EU-Staaten und den USA steht die deutsche Bundesregierung hinter dem Projekt und hofft auf Versorgung mit preiswertem Gas - jährlich sollen 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Rohre nach Deutschland fließen.

Die Behörden in Russland, Finnland, Schweden und Deutschland haben dem Projekt bereits zuvor ihre Zustimmung gegeben.

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Von Frank Pubantz

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