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MV aktuell Note 5: Das kritisiert der Elternrat am neuen Schulgesetz in MV
Nachrichten MV aktuell Note 5: Das kritisiert der Elternrat am neuen Schulgesetz in MV
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14:53 22.11.2019
Auf die Inklusion, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen, seien die meisten Schulen nur unzureichend vorbereitet, warnt der Elternrat. Quelle: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
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Plau am See/Schwerin

Das in der Vorwoche vom Landtag mit den Stimmen der SPD/CDU-Koalition verabschiedete neue Schulgesetz für Mecklenburg-Vorpommern bleibt nach Einschätzung des Landeselternrats weit hinter den Erfordernissen zurück.

„Das Parlament hat die Änderungsvorschläge von Lehrern, Schülern und Eltern fast alle in den Wind geschlagen. Das nun vorliegende Gesetz bringt nicht den erforderlichen Schub für die Bildung“, beklagte Elternrats-Chef Kay Czerwinski am Freitag vor Beginn der Herbsttagung des Verbandes in Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Bei dem zweitägigen Treffen stellt sich Czerwinski zur Wiederwahl.

Besorgte Eltern schreiben Briefe

Den Elternrat erreichten viele Briefe, in denen sich Eltern besorgt über die Situation an den Schulen äußerten. Vielerorts fehle es an Geld für dringend nötige Sanierungen oder die Anschaffung von Technik. Auf die Inklusion, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen, seien die meisten Schulen nur unzureichend vorbereitet.

„Das neue Gesetz setzt keine Standards, wie die Schulen dafür materiell und personell ausgestattet sein müssen. Das Land stielt sich aus der Verantwortung“, sagte Czerwinski und forderte eine deutliche Aufstockung des Bildungsetats. „Bis zur Abstimmung über den Landesetat Mitte Dezember wäre dafür noch Zeit“, betonte er.

Es geht um Inklusion

Nach kontroverser Debatte hatte der Landtag am vorigen Mittwoch das umstrittene Schulgesetz beschlossen. Damit liege nun ein zeitlicher Fahrplan vor für die Umsetzung der Inklusion, hob Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hervor.

„Wir wollen, dass alle Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Förderung an den Schulen erhalten“, sagte sie. Die Schulen bekämen bis 2028 und damit deutlich länger Zeit als zuvor geplant, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen.

In letzter Minute hatten sich SPD und CDU noch auf eine Regelung geeinigt zur Anerkennung der Mittleren Reife für Schüler, die nach Klasse 10 das Gymnasium verlassen. Erreichen sie einen Notendurchschnitt von mindestens 3,9, erwerben sie damit automatisch die Mittlere Reife, die in der Regel für eine Facharbeiterausbildung erforderlich ist.

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Von RND/dpa

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