OZ-Leser zur Impffrage: „Wenn es mich erwischt, wird es eng für mein Leben“
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OZ-Leser zur Impffrage: „Wenn es mich erwischt, wird es eng für mein Leben“

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17:00 13.01.2021
Eine Krankenschwester impft eine 92-jährige Frau mit dem Covid-19-Impfstoff. Quelle: Marijan Murat/dpa
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Rostock

Im OZ-Chefletter versorgen wir Sie täglich mit den aktuellen Nachrichten aus MV, Deutschland und der Welt. Zuletzt hatten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser gefragt: Lassen Sie sich gegen Corona impfen? Sie haben geantwortet.

Nach ihrer Bereitschaft zur Impfung befragt, schreibt Ingeborg Vetter: „Ich bin über 80 und werde mich impfen lassen, sobald ich einen Termin bekomme. Die Impfung mag ein Risiko sein, aber lieber gehe ich dieses Risiko ein als an Corona zu erkranken – mit allen möglichen Folgen und Spätfolgen.“ Udo Schmidt, 76, betont: „Wenn es mich erwischt, wird es eng für mein Leben. Daher lass ich mich impfen. Und: Wer in der Pflege oder im ärztlichen Dienst arbeitet, sollte verpflichtet werden.“ Simone Berthold meint: „Wer halbwegs klar in der Birne ist, sollte sich impfen lassen. Ich übernehme gerne die Impfdosis der Impfverweigerer und werde sicherlich nicht allein so denken.“

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Elke Hellmich kritisiert die Impfung scharf: „Als ob sie das allein selig machende wäre. Obwohl ich zur Risikogruppe gehöre, lasse ich mich nicht impfen. Diese Impfung ist in keiner Weise ausreichend getestet. Es sind keine Langzeitbeobachtungen vorhanden.“ Die Bevölkerung als Versuchskarnickel, so sieht es die Leserin. „Alle kritischen Stimmen werden totgeschwiegen oder als Verschwörungstheoretiker abgetan. Dabei gibt es ganz einfache Mittel, sich gegen einen schlimmen Verlauf zu schützen, indem man einen ausreichend hohen Vitamin-D-Spiegel hat. Auch eine hohe Einnahme von Vitamin C gibt dem Immunsystem die nötige Kraft, gegen das Virus anzukämpfen.“

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Mögliche Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zu Risiken der Covid-19-Erkrankung

Helfried Roubiček sagt: „Selbstverständlich impfen lassen. Wenn es möglich wäre, am liebsten sofort.“ Die Fakten sprechen dafür, so der Leser. Zu denken sei auch „an die schlimme Virusmutation: schrecklich.“ Roubiček for️dert „noch mehr Aufklärung. Wir schaffen das.“ Auch Birgit Gantz-Rathmann will sich impfen lassen. „Die möglichen Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zu den Risiken der Covid--19-Erkrankung.“

Horst Bartels sagt: „Natürlich werde ich mich impfen lassen, alles andere wäre doch der totale Schwachsinn. Ich hatte am Anfang auch Probleme, weil der Impfstoff so schnell zur Verfügung stand, das hat mich verunsichert. Wir sind ja nicht in einer Diktatur und müssen immer den Herrschenden folgen. Wir sind selbst für unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen verantwortlich. Als Gesundheitsfanatiker möchte ich natürlich so wenig wie möglich meinem Körper von außen zusetzen, aber hier ist das Risiko im Verhältnis zur Krankheit vertretbar“, so Bartels. Weiter schreibt er, dass er sich den Rat seines Hausarztes eingeholt habe. „Und die Botschaft ist eindeutig. Ich gehöre zur Risikogruppe, bin über 70 und möchte noch lange leben. Darüber hinaus habe ich eine Verantwortung für meine Freundin. Da ich auch sozialpolitische Ansprüche habe, fiel mir diese Entscheidungen nicht schwer. Diese Entscheidungen kann und darf uns niemand nehmen. Ich hoffe für diese Gesellschaft, dass sie klug und vernünftig entscheidet.“

Von Juliane Lange