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OZ-Umfrage: Regierung von MV soll kleine Kliniken stärken 

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19:19 17.01.2020
Neujahrsempfang der OSTSEE-ZEITUNG in Rostock: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Harry Glawe, MV-Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit (beide CDU). Gesundheit war das Thema des Tages. Quelle: Frank Hormann / nordlicht
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Rostock

Die Landesregierung muss sich unbedingt mehr um die kleinen Krankenhäuser in MV kümmern. Dies ist das klare Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der OSTSEE-ZEITUNG.

79 Prozent der Befragten sind der Auffassung: Nein, die Regierung unternehme nicht genug, um den Erhalt der Standorte zu sichern. 14 Prozent sehen das anders. Vor allem Vorpommern stellen der Regierung zum Thema ein schlechtes Zeugnis aus. 83 Prozent erwarten mehr Einsatz für die Krankenhäuser.

Glawe: Alle 37 Krankenhäuser bleiben erhalten

Erst vor wenigen Wochen flammte eine Debatte um kleine Kliniken im Land auf. Anlass war die geplante Schließung von Kinder-Stationen in Parchim, später auch in Crivitz (Kreis Ludwigslust-Parchim). Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) grätschte in die Pläne von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU): Bis Ende Juni bleiben die Stationen nun vorerst bestehen.

Die Schließung von Kinder- und Geburtsstationen am Kreiskrankenhaus Wolgast 2016 sorgt bis heute für Protest vor Ort. „Die 37 Krankenhäuser im Land bleiben erhalten“, sichert Glawe zu. Und ergänzt: „In der Grundversorgung.“ Also mit Abteilungen für Inneres und Medizin. Bei spezifischen Fachbereichen müsse aber auf den tatsächlichen Bedarf reagiert werden. Er verweist darauf, dass es in Crivitz im Jahr nur gut 300 Geburten gebe. Zu wenig, so Glawe.

Zustimmung zur Lockerung für das Medizinstudium

Eine andere Idee Glawes erhält in der OZ-Umfrage viel Unterstützung. Der Landtag hob kürzlich die Zulassungsbeschränkung für Studenten zum Medizinstudium auf, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Wer sich für später als Landarzt verpflichtet, erhält bevorzugt einen Studienplatz. Richtig finden das 61 Prozent der Menschen im Land, 37 Prozent nicht. Forsa hat vom 2. bis 10. Januar insgesamt 1002 Wahlberechtigte landesweit befragt – repräsentativ.

Die Arbeit von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Gast beim OZ-Neujahrsempfang, bewerten Mecklenburger und Vorpommern ausgewogen: 43 sind zufrieden mit seiner Arbeit, 42 Prozent nicht. Spahn hat zuletzt die Masern-Impfpflicht und mehr Geld für Pflegepersonal durchgesetzt. Bei der Abstimmung im Bundestag für eine grundsätzliche Organspende-Pflicht unterlag er.

Alle Artikel zur großen OZ-Umfrage

Die OZ und das Meinungsforschungsinstitut Forsa haben die Menschen in MV zu den wichtigsten Problemen im Land befragt. Alle Artikel zu dem Thema gibt es hier in der Übersicht.

Überblick: Große OZ-Wahlumfrage: So würde MV Landtag und Bundestag wählen

Kommentar: Auch MV steuert auf schwierige Mehrheitsverhältnisse zu

Schwesig & Co.: Welche Politiker in MV am beliebtesten sind – und welche nicht

Fünf Antworten: Das sagen die Menschen zu brisanten Themen in MV

Niedrige Löhne, schlechte Straßen: Was die Menschen in MV besonders ärgert

Experte aus Rostock: Politik verspricht, was sie nicht halten kann

Geteiltes Land: Warum Vorpommern unzufriedener sind als Mecklenburger

Denkzettel für Dahlemann: Viel Lärm um nichts in Vorpommern?

Methodik der Forsa-Umfrage

Im Auftrag der OSTSEE-ZEITUNG hat die Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH eine repräsentative Befragung unter der wahlberechtigten Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.

Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1002 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte, wahlberechtigte Bürger befragt.

Die Erhebung wurde vom 2. bis 10. Januar 2020 mithilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt.

Die ermittelten Ergebnisse können nur mit den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertoleranzen (im vorliegenden Fall +/- 3 Prozentpunkte) auf die Gesamtheit der wahlberechtigten Bevölkerung im Land übertragen werden.

Von Frank Pubantz

Beim OZ-Neujahrsempfang wirbt der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Organspende, kündigt Tempo bei Pflege und Digitalisierung an. Eine OZ-Umfrage zeigt: Menschen in MV fordern eine Bürgerversicherung statt des zweigeteilten Krankenkassen-Systems.

17.01.2020

Nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit seinem eigenen Gesetzentwurf zur Reform der Organspende keinen Erfolg hatte, warnt er im OZ-Interview vor Verzögerungen bei der Einführung der nun beschlossenen Alternative. Grund dafür sei, dass der Bund diese Variante nicht ohne Hilfe von Ländern und Kommunen einführen könne.

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