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MV aktuell Pannen-Schiff „Aidamira“: Das sind die Probleme des neuen Luxusliners
Nachrichten MV aktuell Pannen-Schiff „Aidamira“: Das sind die Probleme des neuen Luxusliners
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17:08 03.12.2019
Die „Aidamira“ ist das 14. Schiff der Rostocker Kreuzfahrt-Flotte. Doch mit dem Schiff gibt es bisher massive Probleme. Quelle: Andrea Warnecke/dpa
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Rostock/Palma de Mallorca

Jetzt wird es für Aida richtig teuer: Die Rostocker Reederei hat am Dienstag nach der Jungfernfahrt auch die erste große Reise der „Aidamira“ absagen müssen. „Wir brauchen die Zeit, um das Schiff auf unseren Standard zu bringen“, sagt Reederei-Vize Hansjörg Kunze.

Hunderte Passagiere, die am Mittwoch zum Törn in Richtung Südafrika starten sollten, müssen nun zu Hause bleiben. Nach OZ-Informationen gibt es an Bord des 20 Jahre alten Schiffes massive Probleme mit Strom, Wasser und Abwasser.

Nur vier Wochen Werftzeit

Die „Aidamira“ war bis Ende Oktober noch für die Aida-Schwester Costa im Einsatz – als „neoRiviera“. Auf einer Werft in Genua sollte das Schiff binnen vier Wochen für Aida komplett umgebaut und von Grund auf saniert werden. Bereits am Wochenende hatte Aida eingeräumt, dass heftige Regenfälle über Wochen Probleme auf der Werft verursacht hätten. Das schlechte Wetter habe vor allem Einfluss auf Arbeiten an den Oberdecks gehabt.

Baumaterial und Handwerker überall: So unfertig ist der aktuelle Zustand der „Aidamira“ in Bildern.

Dennoch ließ Deutschlands größte Kreuzfahrtreederei das Schiff nach Palma de Mallorca auslaufen und hielt auch am Zeitplan für die Taufe vergangenen Sonnabend und die ersten Kreuzfahrten fest. Sowohl der geplante Kurztrip am Sonntag als auch die erste längere Tour nach Südafrika am Mittwoch mussten abgesagt werden.

Offenbar sind die Probleme schlimmer als angenommen: Aus Crew-Kreisen heißt es nun, es habe an Bord mehrfach Rohrbrüche gegeben. Die Leitungen seien korrodiert. Aida-Vizepräsident Kunze geht nicht in Details, sagt aber: „Richtig ist, dass wir uns die Wasser-, Abwasser- und Strom-System nochmals genau anschauen müssen. Das sind nach Werftaufenthalten besonders sensible Bereiche.“ Und ja: Es gäbe noch viele Mängel, die abgestellt werden müssen. Erneut heißt es von Bord, dass die Crew die Reederei-Führung zu der Entscheidung gedrängt habe.

Schiff fährt mit Handwerkern los

Vermutlich schon am Mittwoch, so Kunze, soll die „Aidamira“ nun mit Hunderten Handwerkern und zusätzlichen Aida-Mitarbeitern an Bord auslaufen. Kurs Kapstadt. „Welche Häfen wir anlaufen, ist noch offen. Ebenso planen wir gerade, wo Ersatzteile sowie Crew-Mitglieder an Bord gehen und wo wir Treibstoff bunkern.“

Klicken Sie hier, um zahlreiche Eindrücke der Taufe der „Aidamira“ in Palma de Mallorca zu sehen!

Laut dem Internet-Portal „Marinetraffic“ soll die „Mira“ am Freitag zunächst Gibraltar anlaufen. Dass es dort erneut in die Werft geht, dementiert Aida allerdings.

Bis zum 23. Dezember sollen nun Handwerker an Bord alle Mängel beseitigen. Technik, Kabinen, Außendecks sollen auf Vordermann gebracht werden. Die Entscheidung, die Vor-Weihnachtsreise abzusagen, sei erst im Laufe des Dienstags getroffen worden. „Was das Nautische angeht, ist das Schiff absolut sicher“, beteuert der Reederei-Sprecher.

Gäste werden entschädigt

Wie viele Gäste von der Absage der ersten Kreuzfahrt gen Afrika betroffen sind, sagt Aida nicht. Es dürften aber um die 700 sein. Denn es heißt, die „Aidamira“ sei nahezu ausgebucht gewesen. Aida entgehen durch die Absage Umsätze in Millionen-Höhe. „Es geht uns aber nicht um das schnelle Geld“, sagt Kunze.

Das Mittschiff der „Global Dream“, der nach Passagierzahlen größte Kreuzliner der Welt, macht sich auf den Weg von Warnemünde nach Wismar, um dort fertig gebaut zu werden. Doch noch weitere XXL-Schiffe schippern auf den Weltmeeren. Eine Übersicht über die Top Ten.

Die Passagiere würden nun schnellst möglich über die Absage informiert. „Sie erhalten ihr Geld zurück – und natürlich treffen wir individuelle Entschädigungsregelungen.“ Aida wolle den Gästen beispielsweise alternative Kreuzfahrten noch vor Weihnachten anbieten – in die Karibik, nach Asien oder in den arabischen Raum.

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